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Wechselsymptome

34 Symptome der Wechseljahre

Die Hormon­umstellung kann Hitze­wallungen, Stimmungs­schwankungen, Herzrasen, depressive Verstimmung und Gewichtszunahme auslösen. Und das ist noch nicht alles.

Die Wechseljahre sind keine Krankheit, sondern eine ganz normale Lebensphase. Doch die hormonellen Umstellungen in dieser Zeit können zu verschiedenen Erscheinungen führen, die uns das Leben nicht leichter machen.

Etwa ein Drittel aller Frauen entwickelt Symptome, die in dieser Zeit die Lebensqualität erheblich beeinträchtigt. Und oft werden diese Symptome – wie etwa Herzrasen, Gelenkschmerzen oder depressive Verstimmung – nicht den Wechseljahren zugeordnet. Also laufen viele von Arzt zu Arzt, weil sie spüren, dass irgendetwas nicht stimmt, bekommen aber nicht die richtige Hilfe.

Die folgenden Symptome können durch ein Ungleichgewicht der Hormone oder den kontinuierlichen Abbau von Östrogen, Progesteron und Testosteron ausgelöst werden. Sie können durch die richtige Therapie gemildert oder zum Verschwinden gebracht werden.

1. Angstzustände

Von latenter Ängstlichkeit bis zu Panikattacken: Die hormonellen Veränderungen können Angstzustände auslösen. Aber auch ein Übermaß an Stress oder eine genetische Vorbelastung kann dafür verantwortlich sein. Wenn die Angstzustände öfter auftreten, suche unbedingt ärztliche Hilfe. Weise darauf hin, dass du in den Wechseljahren bist und lass auch deine Hormone bestimmen.

Weiterlesen: Herzrasen und Panikattacken: Die Hormone sind schuld!

2. Antrieblosigkeit

Testosteron fördert unsere Entschlussfähigkeit und Tatkraft. Ein Mangel des Hormons kann dafür verantwortlich sein, dass wir morgens fast nicht aus dem Bett kommen und die Aufgaben des Tages wenig verlockend empfinden. Wenn Beschwerden, wie etwa Hitzewallungen, nachts dazukommen, leiden viele auch an Schlafstörungen. Diese können ebenfalls zu Müdigkeit und Antriebslosigkeit tagsüber führen.

3. Brustschmerzen

Durch das Ungleichgewicht von Östrogen und Progesteron können sich Wassereinlagerungen in der Brust bilden und ein Spannen, Berührungsempfindlichkeit, ein Hitzegefühl oder auch stechende und ziehende Schmerzen in der Brust auslösen. Dazu verändert sich in den Wechseljahren der Aufbau der Brust. Drüsen, die Milch produzieren, bilden sich zurück, während sich das Bindegewebe vermehrt. Kleine Knötchen können in der Brust entstehen. Diese sind allerdings meist harmlos, sollten aber immer medizinisch begutachtet werden.

4. Bluthochdruck

Östrogen schützt vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen und wirkt blutdrucksenkend. Bis in die Wechseljahre leiden Frauen daher seltener unter Bluthochdruck als Männer. Danach gleicht sich das Risiko an: Mehr als die Hälfte der Frauen entwickeln in den ersten Jahren nach der Menopause Bluthochdruck. Bluthochdruck spürt man leider nicht, er ist aber für eine Reihe ernster Erkrankungen maßgeblich. Gehe daher nun regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung!

5. Depressive Verstimmung

Eine seltsame Traurigkeit überfällt viele Frauen in den Wechseljahren. Wenn Symptome wie Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit oder Gereiztheit länger als zwei Wochen andauern, wende dich bitte umgehend an eine Ärztin oder einen Arzt, damit sich die Verstimmung nicht zu einer richtigen Depression auswächst. Bevor du allerdings zu Antidepressiva greifst, lass unbedingt deinen Hormonhaushalt überprüfen. Mit bioidenten Hormonen kann die Verstimmung rasch wieder verschwinden.

Weiterlesen: Despressionen in der Andropause

6. Erschöpfung

Abrupte Veränderungen des Energieniveaus, in denen du dich vollkommen entkräftet fühlst, können durch die Schwankungen des Hormonspiegels ausgelöst werden. Aber auch durch eine Unterfunktion der Schilddrüse oder durch zu niedrige Eisenwerte kann es zu einer Erschöpfung kommen. Ein Bluttest zeigt etwaige Mangelerscheinungen auf. Vielleicht fehlen auch wichtige Nährstoffe oder Vitamin D.

7. Gewichtszunahme

Die Fettverteilung am Körper verändert sich in den Wechseljahren, der Anteil des Körperfetts steigt. Vor allem am Bauch, um die Mitte des Körpers, lagert sich jetzt das Fett jetzt an. Durchschnittlich nehmen wir in den Wechseljahren fünf bis sieben Kilo zu. Dafür gibt es mehrere Ursachen:

  • den Verlust an Muskelmasse,
  • der sinkende Östrogenspiegel,
  • der Körper wird sensibler gegenüber Zucker.

Jetzt ist die richtige Zeit Ernährungsgewohnheiten zu überdenken und zu korrigieren und die Weichen für eine gesunde zweite Lebenshälfte zu stellen!

Weiterlesen: Warum nehme ich in den Wechseljahren vor allem am Bauch zu?

8. Gelenkschmerzen

Vor allem in den Schultern, den Beinen, oder den Fingern beginnen die Gelenke zu schmerzen. Das ist noch nicht unbedingt ein Zeichen von Verschleiß und ein natürlicher Alterungsprozess. Auch hier spielt der sinkende Östrogenspiegel eine wichtige Rolle. Bis zur Menopause versorgt Östrogen die Gelenkhäute mit Flüssigkeit und fördert deren Durchblutung.

Weiterlesen: Gelenkschmerzen: ein typisches Symptom der Wechseljahre

9. Harnwegsinfekte

Die weibliche Anatomie macht es Bakterien einfach in die kurze Harnröhre eindringen. Der sinkende Östrogenspiegel verschlimmert das Risiko: Das Gewebe verliert an Elastizität, Muskel- und Bindegewebe der Gebärmutter und auch Harnröhre und Blase werden schlaffer. Viel trinken ist nun wichtiger denn je: Je mehr Flüssigkeit durch die Harnröhre rinnt, desto mehr Bakterien werden mit dem Urin ausgeschwemmt.

10. Hitzewallungen

Genau geklärt ist das Phänomen noch nicht. Die Wissenschaft nimmt an, dass das Absinken des Östrogenspiegels zu einer vermehrten Ausschüttung des Stresshormons Adrenalin führt und eine Fehlsteuerung der zentralen Thermoregulation im Gehirn verursacht. Aber auch manche Medikamente können das Schwitzen triggern, oder „harmlose“ Faktoren, wie etwa:

  • stark gewürzte Speisen,
  • Kaffee, schwarzer Tee, Alkohol,
  • Übergewicht oder
  • Stress.

Weiterlesen: Hitzewallungen idne Wechseljahren: Ursachen und Hilfe

11. Herzrhythmusstörungen

Der normale Herzrhythmus eines gesunden Menschen liegt bei durchschnittlich 60 bis 100 Schlägen pro Minute. Während der Wechseljahre ist der Herzrhythmus allerdings oft unregelmäßig. Es kann zu:

  • Herzstolpern,
  • Herzrasen,
  • verlangsamten Herzschlag oder
  • Vorhofflimmern kommen.

Die Ursache sind auch hier oft die Hormone. In solchen Fällen kann eine Hormonersatztherapie mit bioidenten Hormonen Abhilfe schaffen.

Weiterlesen: Herzrasen und Panikattacken: Die Hormone sind schuld!

12. Haarausfall

Der Mangel an Östradiol, einem wichtigen Hormon aus der Familie der Östrogene, verkürzt die Wachstumsphase der Haare. Dazu wachsen sie in den Wechseljahren auch noch langsamer. Damit können die Haare, die im natürlichen Haarwachstumszyklus verloren gehen, nicht mehr ersetzt werden. Das Haupthaar dünnt aus. Mit Hilfe eines Bluttests kann ein:e Dermatolog:in feststellen, ob ein Eisenmangel, die Schilddrüse oder das Klimakterium dafür verantwortlich ist und eine entsprechende Therapie verordnen.

13. Haarwuchs im Gesicht

In Frauen und Männern wirken die gleichen Hormone, allerdings in verschiedenen Mengen. Während in den Wechseljahren die weiblichen Hormone, wie das Östrogen, sinken, gewinnen männliche Hormone, wie Testosteron, die Oberhand. Das kann zu einem stärkeren Haarwuchs im Gesicht, insbesondere am Kinn, führen.

14. Inkontinenz (Blasenschwäche)

Östrogen und Gestagen haben auch auf Muskeln, wie den Schließmuskel, die Beckenbodenmuskulatur oder das umliegende Bindegewebe Einfluss. Sinken die Hormonspiegel ab, kommt es zu einer Absenkung von Blase und Gebärmutter. Dadurch wird die Harnröhre gekrümmt, was wiederum zu einer stärkeren Belastung des Blasenschließmuskels führt. Der gibt nach einiger Zeit nach, und es kann zu Inkontinenz kommen. Die lokale Therapie mit einer östrogenhaltigen Salbe sowie Beckenbodentraining lindern die Beschwerden.

Weiterlesen: Inkontinenz in den Wechseljahren ist vermeidebar!

15. Konzentrationsstörungen

Die gute Nachricht vorneweg: Konzentrationsprobleme verschwinden nach den Wechseljahren wieder. Die Ursache für den „Hirnnebel“ liegen im Hippocampus und im präfrontalen Cortex. Die beiden Hirnregionen, die bei der Aufnahme und Verarbeitung neuer Informationen helfen, besitzen viele Östrogenrezeptoren. Durch eine sinkende Östrogenproduktion wird die Funktionsfähigkeit in diesen beiden Regionen beeinträchtigt.

Nach den Wechseljahren hat sich der Körper an den Östrogenverlust gewöhnt. Die Symptome vergehen wieder und es kehrt auch die geistige Leistungsfähigkeit in vollem Umfang zurück.

16. Kopfschmerzen

Was genau Kopfschmerzen in den Wechseljahren verursacht, ist noch nicht ganz geklärt. Angenommen wird, dass auch dafür die hormonellen Veränderungen verantwortlich sind. Denn während Östrogen die Blutgefäße erweitert, werden sie durch Progesteron verengt. In den Wechseljahren schwanken die Hormonspiegel stark, die Blutgefäße dehnen sich ständig aus und ziehen sich wieder zusammen – was zu Druckveränderungen im Kopf führt.

17. Libidoverlust

Mit dem Ausbleiben der Monatsblutungen erübrigt sich zwar das Thema Verhütung, aber viele Frauen verlieren gerade am Anfang der Menopause die Lust am Sex. Durch das Sinken des Östrogenspiegels werden die Schamlippen und die Schleimhaut der Vagina schlechter durchblutet. Sie wird trockener und weniger elastisch. Die Scheide wird sensibler, beim Sex kann es zu Schmerzen, Brennen und Juckreiz kommen.

Auch die Produktion von Testosteron, das die Libido stimuliert, nimmt ab. Eine Östrioltherapie kurbelt die Durchblutung, Feuchtigkeitsbildung und den Aufbau der Scheidenschleimhaut wieder an. Auch Testosteron kann im Rahmen einer Hormonsubstitution verabreicht werden.

Weiterlesen: Sexualität in den Wechseljahren: "Es" muss icht aufhören!

18. Muskelschmerzen

Muskelschmerzen sind in den Wechseljahren weit verbreitet. Auch hier ist die Ursache noch nicht restlos geklärt, Hormone dürften aber beteiligt sein. Östrogen fördert die Durchblutung und die Aufnahme von Flüssigkeit ins Gewebe. Ist das Hormon nur mehr in geringem Maße vorhanden, verlieren die Muskeln an Elastizität.

Abbauprodukte, die bei körperlicher Belastung entstehen, können zudem schlechter abtransportiert werden. Das führt zu Verhärtungen. Linderung bringen Massagen und regelmäßige Gymnastik. Und weil Muskelschmerzen mit einer Übersäuerung des Gewebes zusammenhängen, hilft auch eine vorwiegend basische Ernährung.

19. Nachtschweiß

Nächtliche Hitzewallungen werden als besonders schlimm empfunden, weil durch sie die Schlafqualität leidet und wir dadurch am kommenden Tag oft völlig erschöpft sind. Ursache ist der sinkenden Östrogenspiegel. Das Gehirn ist irritiert, der Bereich, der für die Temperaturregulation verantwortlich ist, der Hypothalamus, reagiert mit der normalen Kühlreaktion des Körpers: Schwitzen.

20. Nervosität

Östrogen hat in den vergangenen Jahren auch für eine aufhellende Stimmung gesorgt und das zentrale Nervensystem aktiviert. Das plötzliche Fehlen des Hormons kann eine Nervosität, eine nervöse Unruhe, auslösen. Ständig hat man das Gefühl unter Zeitdruck oder gestresst zu sein.

21. Osteoporose

Für unsere Knochen ist die Menopause ein Wendepunkt. Der sinkende Östrogenspiegel hat eine negative Wirkung auf die Knochendichte. Und auch der Knochenaufbau funktioniert ohne Östrogen nicht mehr so gut. Frauen ab der Menopause haben daher ein deutlich höheres Osteoporoserisiko, sie erkranken fünfmal so oft daran wie Männer. Eine Knochendichtemessung gehört ab jetzt zur Vorsorgeuntersuchung.

22. Schilddrüsenprobleme: Morbus Hashimoto

Morbus Hashimoto ist eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse. Bei der Krankheit kommt es in Folge einer Störung im Immunsystem zu einer Entzündung des Organs. Der Körper sieht die Schilddrüse als Fremdkörper an, richtet Abwehrzellen gegen das Gewebe und zerstört es mit der Zeit. Symptome sind etwa:

  • Gewichtszunahme
  • Chronische Müdigkeit
  • Häufiges Frieren
  • Verstopfung
  • Cholesterin- und Blutfettstoffwechselstörungen

Morbus Hashimoto tritt zwischen dem 30. und dem 50. Lebensjahr auf, wobei Frauen zehn Mal häufiger davon betroffen sind als Männer.

Weiterlesen: Schilddrüse und Wechseljahre: Welche Rolle Morbus Hashimoto spielt

23. Stimmungsschwankungen

Von den „Tagen vor den Tagen“ kennen wir bereits wie sich Stimmungsschwankungen in das Leben schleichen können. In den Wechseljahren sinkt die Hormonproduktion generell. Der Körper stellt sich um und weiß noch nicht so recht, wie er darauf reagieren soll. Stimmungsschwankungen äußern sich dann etwa in:

  • Unruhe,
  • allgemeiner Unzufriedenheit oder
  • Traurigkeit.

Weiterlesen: Übellaunig durch die Wechseljahre? So kommst du aus dem Stimmungstief

24. Schlafstörungen

Frauen brauchen rund eine halbe Stunde mehr Schlaf pro Nacht als Männer und reagieren wesentlich sensibler auf Störgeräusche. In frühen Jahren wirkt Östrogen auf die Stoffwechselvorgänge im Gehirn, und fördert die Tiefschlaf- und REM-Phasen.

Durch das Sinken des Östrogenspiegel ist das hormonelle Gleichgewicht gestört und es kommt zu Ein- und Durchschlafstörungen. Auch nächtliche Hitzewallungen tragen dazu bei, dass der Schlaf weniger tief und erholsam ist.

Weiterlesen: Endlich wieder durchschlafen - Wie du mit Mentaltraining zur Ruhe kommst

Weiterlesen: Schlafstörungen: Warum sie auftreten, was hilft

25. Schmerzen beim Sex

Der Östrogenmangel führt dazu, dass die Schamlippen und die Schleimhaut der Vagina weniger stark durchblutet werden. In der Folge wird dieser Bereich des Körpers trockener und weniger elastisch. Die Scheide wird sensibler, was beim Sex zu Schmerzen, Brennen und Juckreiz führen kann. Solche Beschwerden verleiden leicht die Lust am Sex.

GUT ZU WISSEN: Auch wenn du sonst keine Hormone nehmen darfst, kann eine lokale Östriolanwendung Linderung verschaffen, weil sie eben nur lokal wirkt.

Weiterlesen: Im Wechsel und kein Spaß am Sex?

26. Schwindel

Östrogen und Progesteron haben maßgeblichen Einfluss auf das Kreislaufsystem und die Blutgefäße. Der ständige Umschwung der Hormone in den Wechseljahren kann eine Ursache für Schwindelgefühle sein. Aber auch Panik- oder Angstattacken können eine Gleichgewichtsstörung auslösen – wenn die Atmung und Herzfrequenz so unregelmäßig ist, dass nicht ausreichend Sauerstoff ins Gehirn gelangt.

27. Trockene Haut

Östrogen hat bislang dafür gesorgt, dass in der Haut reichlich Wasser gespeichert wurde. Und das Hormon hatte auch einen positiven Einfluss auf die Bildung von Kollagen. Das erhält die Haut straff und elastisch. Mit dem sinkenden Östrogenspiegel wird die Haut dünner, weniger elastisch und trockener. Und ohne die richtige Pflege können auch wieder Pickel im Gesicht nerven.

Weiterlesen: Was hilft, die Haut länger jung zu halten

28. Verdauungsprobleme

Wenig überraschend: Auch die Darmflora wird von den Wechseljahren beeinflusst. Der Rückgang des Östrogenspiegels bewirkt eine höhere Konzentration des Stresshormons Cortisol im Körper. Dadurch kann Adrenalin leichter ausgeschüttet werden. Und Adrenalin beeinträchtigt die Verdauungsfunktion. Aber auch ein zu niedriger Progesteronspiegel kann Störungen im Verdauungssystem, wie etwa Sodbrennen oder Blähungen hervorrufen.

29. Vergesslichkeit

Mit Demenz hat die wechselbedingte Vergesslichkeit zum Glück nichts zu tun. Gedächtnisprobleme treten häufig nach der letzten Monatsblutung und vor allem im ersten Jahr danach auf. Schuld daran sind wieder die Hormone, die bei der Übertragung von Informationen im Gehirn eine wichtige Rolle spielen.

Weiterlesen: Wenn im Wechsel die Vergesslichkeit einsetzt

30. Vaginale Atrophie

Auch wenn kaum wer darüber spricht: Die Rückbildung der Scheidenwand in den Wechseljahren führt zu dünneren, empfindlicheren und trockeneren Schleimhäuten, deren Elastizität ebenfalls nachlässt. In jüngeren Jahren sorgt Östrogen dafür, dass die Schleimhäute in der Vagina schön feucht bleiben. Der Rückgang des Hormons führt dazu, dass es bei jeder Berührung brennt – auch beim Pinkeln.

Mit Hilfe einer Östrioltherapie, bei der die Vagina und der vaginale Eingang regelmäßig mit einer Hormonsalbe zu behandeln sind, lässt sich die Vagina wieder revitalisieren.

Weiterlesen: So hilft der Laser bei vaginalen Wechselbeschwerden

31. Wassereinlagerungen

Die Hormonspiegel sinken. Aber leider nicht im gleichen Maß. Weil der Progesteronspiegel schneller abnimmt, als der des Östrogens, kann es in den Wechseljahren auch zu einem Östrogenüberschuss kommen. Und weil Östrogen auch für Wassereinlagerungen verantwortlich ist, wird vermehrt Wasser im Gewebe einlagert. Finger, Beine oder Füße können dann anschwellen und spannen.

32. Zyklusunregelmäßigkeiten

Die Veränderung der Periode ist eines der wichtigsten Anzeichen der einsetzenden Wechseljahre. In der Prämenopause (also vor dem endgültigen Aussetzen der Periode) wird die zweite Zyklushälfte oft sehr unregelmäßig, weil der Progesteronspiegel fällt.

Die Periode kann manchmal kürzer oder länger, die Blutung selbst kann stärker oder schwächer ausfallen. Sturzbachartige Perioden und Dauerblutungen können ebenfalls vorkommen. Sehr heftige oder lange Blutungen sind nicht nur unangenehm, sie können auch zu einem gravierenden Eisenmangel führen. Wende dich in diesem Fall bitte an eine:n Ärzt:in. In der Prämenopause kann eine Therapie mit bioidentem Progesteron sinnvoll sein, um die Unregelmäßigkeiten und die unangenehmen Begleiterscheinungen auszugleichen.

33. Zwischenblutungen

Während der Wechseljahre gehören Zwischenblutungen zu den normalen Schwankungen im Zyklus. Nicht selten sind es Blutungen mit hellem Blut. Die helle Farbe deutet auf einen niedrigen Östrogenspiegel hin. Auch Schmierblutungen können vorkommen. Das sind bräunliche Blutungen – dabei tritt das Blut gemischt mit Schleim aus. Wenn sie regelmäßig auftreten, sind Schmier- und Zwischenblutungen harmlos. Sind sie mit Schmerzen verbunden, sollte ärztliche Hilfe aufgesucht werden.

Fazit

Jetzt hast du über allerhand unangenehme Symptome gelesen. Treten die auch alle auf? Nein! Etwa ein Drittel aller Frauen kommt recht entspannt durch die Wechseljahre, ein Drittel hat mittelstarke Symptome, ein Drittel aber braucht medizinische Hilfe, um die Umstellung ohne grobe Beeinträchtigung der Lebensqualität zu meistern. Die gute Nachricht: Du musst nicht leiden. Das Wissen um die hormonellen Regelkreise im Körper wächst rasant. Auf wechselweise.net findest du Expertinnen und Experten, die dir auch via Video-Beratung zur richtigen Therapie verhelfen.

Und die beste Nachricht zum Schluss:

34. Klarsicht

Der Wechsel führt oft auch zu einer neuen Klarheit, mit der wir unser Leben, unsere Umwelt deutlicher wahrnehmen. Durch das Nachlassen der Progesteron- und Östrogenproduktion gewinnt Testosteron die Oberhand in unserem Körper. Und das hat bedeutende Auswirkungen auf die Psyche. Ein Drang nach Veränderung wird spürbar, eine Stimme sagt dir, dass du auf dich schauen sollst. Und es ist jetzt genau die Zeit, in der du die Weichen für deine zweite Lebenshälfte einstellen kannst. Viel Glück dabei!


Weiterlesen: Woran merke ich, dass ich im Wechsel bin?

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