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Wechselsymptome

Herzrasen und Panikattacken: Die Hormone sind schuld

Der Wechsel ist ein vielschichtiger Prozess, der jedes Organ irritieren kann, so auch das Herz. Rhythmusstörungen machen Angst. Die Symptome lassen sich mildern.

Die Nachricht aus dem Büro ist nicht gut. Hiobsbotschaft wäre zu viel gesagt, aber trotzdem: Es ist klar, dass sich im Job etwas anbahnt. Graue Wolken. Neue Chefin. Kratzbürste in Chanel. Und genau in dem Moment beginnt das Herz zu hämmern. Es zuckt und flimmert, mit jedem Schlag der Gedanke: Gleich kippe ich um.

Es war nicht das erste Mal. Am selben Tag ein Besuch beim Kardiologen. Der Herr Doktor checkt, macht ein EKG, aber da ist nichts. Doch, da ist was. Das Herz pumpert in der Nacht wie in einem Zustand breitflächiger Angst. Als hinge das Leben nur von diesem Moment ab. Ein Druck, als fließe das Blut nicht richtig durch die Gefäße. Der Puls schlägt schneller, der Blutdruck steigt. Panik.

Herzflattern wird nicht mit der Menopause verbunden

Was manchmal als medizinisches Mysterium mit einem Schulterzucken konstatiert wird – seien Sie froh, Sie sind gesund – hat in Wahrheit einen hormonellen Ursprung. Spontanes Herzrasen hat nichts mit dem Gefühl zu tun, als käme George Clooney am Sonntagnachmittag bei der Wohnungstür rein. Dieser Zustand ist unangenehm und voll negativer Intensität.

Herzflattern betrifft eine von neun Frauen im Wechsel

Internisten stellen manchmal keinen Zusammenhang zur Menopause her. Vielleicht wollen sie die Patientin auch nicht beleidigen, wenn sie die Symptome mit dem Älterwerden in Beziehung setzen. Fakt ist, dass das Herz und die Gefäße die Mangelerscheinung der Hormone auf ihre Art ausdrücken, indem sie sich weitstellen und dann plötzlich wieder verengen. Und das völlig unerwartet und oft nicht auf äußere Faktoren rückschließend.  

Überhaupt, der ganze Körper ist auf Revolte aus. Die Augen kratzen, die Haare fallen aus, die Haut wird schlaff, die Cellulite sagt „Hallo“, die Silhouette verändert sich, das Gedächtnis lacht einen aus – und, und, und. Kurzum, es geht bergab. Als wäre die Natur auf die Frau bitterböse.

Ab dem 45. Lebensjahr sind Hormone im Ungleichgewicht

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Biochemisch lässt sich das leicht erklären. Das Progesteron und das Östrogen sind ab dem 45. Lebensjahr im Ungleichgewicht. Diese Dysbalance kanalisiert sich im Unbehagen und zeigt sich mit einer gewissen Systematik:

  • Aufregung,
  • Schwindel,
  • Tinnitus,
  • und eben Herzrhythmusstörungen.

Das kann bei einem schwachen Herzen bis zum Infarkt gehen.

Schwachstellen kündigen immer zuerst die Probleme an. Die Gebärmutter blutet zu viel oder gar nicht, es tauchen Myome auf. Der Eierstock bildet Zysten, normalerweise in geordneter Form, jetzt nicht. Und das gesamte System Frau gerät ins Wanken. Sorry, sagt das Schicksal, ist nun mal so – bei jeder dritten Frau. Die Menopause ist keine Sause.

Ein Hormonstatus zeigt, welche Behandlung es braucht

Wichtig: Bei den ersten Anzeichen sollte die Frau ihren Hormonstatus checken. Wie schaut’s im Labor aus mit dem Blut, mit weiblichen und männlichen Hormonen, wie geht es der Schilddrüse, und was macht das Prolaktin, schon wieder Stress?

Entscheidend ist, zu klären, wie weit der Wechsel fortgeschritten ist. Als Therapie beginnt man in der Medizin immer zuerst mit dem Progesteron, dann mit der Beigabe von Östrogen, und erst ab 65 wird der Androgenmangel behoben. Begleitend sollte man immer auch die Schilddrüse im Auge behalten.

Will die Frau überhaupt eine Hormonersatztherapie?

Die Frage ist: Will die Patientin das überhaupt? Oder hat sie vielleicht ein leises Unbehagen, wenn sie nur das Wort Hormontherapie hört. Dann kann man immer noch Plan B angehen und umsetzen. Phytohormone und eventuell eine behutsame Progesterontherapie. Man muss nicht gleich voll auf die Pauke hauen, es empfiehlt sich, mit leisen Tönen zu beginnen, sagen wir mit einem Cello.

Smart im Einsatz ist eine sogenannte intermittierende Hormontherapie, die oft nur ein paar Monate, aber auch zwei bis drei Jahre dauern kann. Dabei gibt es Einsatzphasen und Pausen. Die Hormondosis wird angepasst, wie ein Kostüm nach Maß. Selbstverständlich mit begleitender Überwachung, was die Hormone im Blut betrifft. Essenziell ist beides deshalb, weil sich der Weg der Frau, hormonell gesehen, neue Pfade sucht.

Der Hormonschwund ist schuld am Herzrasen

Das kann man sich vorstellen wie eine Wanderung durch die Natur der Ereignisse. Man geht Schritt für Schritt voraus, bleibt stehen, geht weiter. Hier eine Lichtung, hübsch, dort eine Wand, anstrengend. Es kann auch ein längeres Plateau geben, wo es der Frau sehr gut geht. Aber manchmal kippt man um, zack. Plötzlich ist alles anders. Panikattacken, Hitzewallungen. Der Pfad wird mühselig. Als Ärzt:in oder Gynäkologe:in darf man da keinesfalls oberg‘scheit sein. In der Menopause gibt es nicht die eine Lösung.

Die Frau muss man holistisch sehen

Als Gesamtkunstwerk. Als Mona Lisa, bei der vielleicht nur die Farbe zart abblättert. Trotzdem läuft das Herz nicht nach Plan. Man nennt das Palpitation – die Wahrnehmung des eigenen Herzschlags. Bumm-bumm. Bumm-bumm.

Diese fünf Pflanzen können die Symptome lindern

Als probates Mittel, dem sturen Pochen entgegenzuwirken, dienen pflanzliche Wirkstoffe. Und zwar:

  • Yamswurzel
  • Rotklee-Isoflavon
  • Mönchspfeffer
  • Soja-Isoflavon
  • Traubensilberkerze

Klingt ein bisschen poetisch. Die Traubensilberkerze, auch Wilde Schlangenwurzel genannt, hilft manchen Frauen über die schwere Zeit hinweg. Es gibt übrigens alle Substanzen in Kapselform.

Am besten ausprobieren und schauen, ob es sich positiv auf die Symptome auswirkt. Wenn nicht, dann weiß die Gynäkologin des Vertrauens ganz genau, wie die Frau wieder zu sich selbst findet. Allenfalls auch mit einer echten Hormontherapie.

Und auf einmal hat sich die schlechte Nachricht aus dem Büro ganz von allein vertschüsst. Im Nu ist die namenlose Unruhe fort. Das Herz hämmert nicht mehr, es hat sich beruhigt. Der Puls schlägt so leise, dass man ihn gar nicht mehr hört. Dann ist die Panik aus der Tür raus, auf Wiederschauen, und endlich wieder Zeit für große Gefühle.


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