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Hormone

Schilddrüse und Wechsel­jahre: Welche Rolle Morbus Hashimoto spielt

Frauen in den Wechseljahren, die an einer Unterfunktion der Schilddrüse leiden, spüren dieses Unwohlsein. Was als Befindlichkeit abgetan wird, hat organische Ursachen.

Irgendetwas stimmt nicht, denkt sie. Diese Müdigkeit. Alles wie Blei. Keine Kraft. Als hätte jemand den Stecker gezogen. Mitte vierzig und kein bisschen Energie. Wie gibt’s das?

Morbus Hashimoto ist eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse, bei der es in Folge einer Störung im Immunsystem zu einer Entzündung des Organs kommt. Der Körper sieht die Schilddrüse als Fremdkörper, richtet Abwehrzellen gegen das Gewebe und zerstört es mit der Zeit.

Benannt ist die Krankheit nach dem japanischen Pathologen und Chirurgen Hakaru Hashimoto, der sie 1912 erstmals beschrieb.

Wer erkrankt an Hashimoto?

Hashimoto tritt meist zwischen dem 30. und dem 50. Lebensjahr auf, wobei Frauen zehn Mal häufiger davon betroffen sind als Männer. Das Risiko scheint größer zu sein, wenn man schon an einer anderen Autoimmunkrankheit leidet, etwa an:

  • Typ­-1­-Diabetes oder
  • Zöliakie, einer Gluten-Unverträglichkeit.

Welche Aufgabe hat die Schilddrüse?

Die Schilddrüse hat die Form eines Schmetter­lings und befindet sich im vorderen unteren Halsbereich. Sie bildet und spei­chert die lebenswichtigen Schilddrüsenhormone und untersteht dabei der andauernden Kontrolle unseres Gehirns. Die verantwortlichen Schalt­zentren sind der Hypothalamus (ein Abschnitt des Zwischenhirns), und die Hypophyse (Hirnanhangsdrüse).

Die Schilddrüse ist in viele Stoff­wechselprozesse miteinbezogen. Sie hat große Bedeutung für unsere Gesundheit und das Wohlbefinden. Funktioniert sie nicht richtig, gerät das Innenleben aus dem Takt.

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Was passiert, wenn die Schilddrüse nicht richtig arbeitet?

Wesentlich öfter als eine Schilddrüsenüberfunktion sieht man in der Praxis eine Unterfunktion, die Hypothyreose: An ihr leidet in unseren Breiten jeder zehnte Mensch, Frauen bei Weitem häufiger als Männer.

Bei einer Unterfunktion bildet die Schilddrüse zu wenig von den beiden Hormonen Thyroxin (T4) und Triiodthyronin (T3). Die Hypophyse schüttet deshalb vermehrt das Stimulationshormon TSH aus. Ein hoher TSH­-Wert im Blut deutet immer auf eine Unterfunktion hin.

Mögliche Symptome einer Schilddrüsenerkrankung

Man merkt, dass etwas nicht in Ordnung ist, und die typischen Symptome machen einem das Leben nicht gerade leichter:

  • Unerwünschte Gewichtszunahme
  • Chronische Müdigkeit
  • Abgeschlagenheit und Antriebslosigkeit
  • Häufiges Frieren
  • Vermehrter Haarausfall und brüchige Fingernägel
  • Depressive Verstimmung, Konzentrationsstörungen
  • Verstopfung
  • Wassereinlagerungen in den Augenlidern
  • Zyklusstörungen, Fertilitätsstörungen und erhöhtes Risiko für Fehlgeburten
  • Cholesterin-­ und Blutfettstoffwechsel­störungen
  • Die Ausbildung einer vergrößerten Schilddrüse, im Volksmund Kropf genannt.

In manchen Fällen bleiben trotz einer Hormontherapie Symptome bestehen, die die Betroffenen belasten und die Lebensqua­lität einschränken. Daher bedarf es bei den meisten Hashimoto­-Patientinnen eines ganzheitlichen Behandlungskonzepts: Eine Ernährungsumstellung, die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln oder bestimmte Lebensstilmaßnahmen. Weil Stress einen großen Einfluss auf die Erkrankung hat, ist es ratsam, Meditation oder Yoga auszuprobieren.

Wodurch entsteht Hashimoto?

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Bis heute ist nicht exakt geklärt, welche Ursa­chen zu einem Morbus Hashimoto führen. Dennoch gibt es Faktoren, die für die Entste­hung von Bedeutung sein kön­nen:

  • Die genetische Disposition
  • Serotoninmangel
  • Bakterielle oder virale Infektionen
  • Ein schwaches Immunsystem
  • Zuviel Jod, etwa durch ein Kontrastmittel.

Bekannt ist, dass viele Hashimoto-­Patien­tinnen einen höheren Vitamin-D3­-Bedarf haben. Je niedriger der Vitamin-­D3­-Spiegel, desto größer das Risiko für Autoimmunerkrankungen.

Eine weitere Verbindung scheint es zu hormonellen Störungen zu geben: bei einem Überschuss an Östrogen und einem Mangel an Progesteron. Oft wird die Erstdiagnose eines Hashimoto unmittelbar nach einer Schwangerschaft gestellt. Genau da hat die junge Mutter einen deutlichen Abfall des Progeste­ronspiegels.

Wie wird Hashimoto festgestellt?

Deuten Ihre Beschwerden auf ein Schild­drüsenproblem hin, sollten Sie sich einer Ultraschallunter­suchung unterziehen, und dazu einen Blut­check machen lassen. Der zeigt, ob die Werte auffällig sind. Bestimmt werden die Parameter TSH sowie fT4 (freies T4) und fT3 (freies T3). Liegt ein Mangel an T4 und T3 vor, ist eine – meist lebens­lange – Hormontherapie unabdingbar. Üblicherweise wird eine Unterfunktion mit Tabletten behandelt.

Hilfe aus der Natur

In einer Studie haben Forscher­innen und Forscher herausgefunden, dass Ashwagandha, ein Pflanzenextrakt aus der Ayurvedamedizin, den TSH­-Wert signifikant senken und die freien Schilddrüsenhormone T4 und T3 erhöhen kann.

Tages­dosen zwischen 600 Milligramm und einem Gramm haben sich als wirkungsvoll erwiesen. Bei einer laten­ten Funktionsstörung kann man damit sogar die Ein­nahme von Hormonen hinauszögern.

Unterstützende Spurenelemente bei Hashimoto

Zink und Selen haben sich als probate Hilfsmittel erwiesen, ebenso wie Jod. Um Schilddrüsenhormone in ausreichendem Maß bilden zu können, braucht der Körper zwischen 150 und 200 Mikro­gramm Jod pro Tag. Jod sollte aber nie auf Verdacht eingenommen werden, sondern erst, wenn ein entsprechen­der Mangel diagnostiziert wurde.

Untersuchungen weisen darauf hin, dass niedrige Magnesiumwerte mit einer abnorm gesteigerten Durchblutung der Schilddrüse zusammenhängen. Bei einer Erkrankung kann es ge­lingen, durch Magnesium das Wohlbefinden der Patientin zu steigern und die Durchblutung zu normalisieren.

Ernährung bei Hashimoto

Ob man Schilddrüsenerkrankungen durch eine spezielle Ernährung positiv beeinflussen kann, wird bis heute kontrovers diskutiert. Dennoch fragen viele Patientinnen, was sie essen oder meiden sollen. Den Konsum tierischer Fette stark einzuschränken und auf Gluten zu verzichten, ist sicher einen Versuch wert.


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