Elisabeth Klopf: "Face Yoga statt Filler: In der Menopause fand ich zu mir"
Als Influencerin war sie immer offen für Beauty- und Modetrends. Eine Ausbildung zur Face-Yoga-Trainerin und die Wechseljahre haben ihr den Weg zu sich selbst gezeigt.
Ich habe vieles ausprobiert, um mein Gesicht frisch, straff und jugendlich wirken zu lassen. Cremes, Treatments, Botox, Hyaluron. Ich war neugierig, offen und experimentierfreudig wie viele Frauen, die sich mit den Veränderungen – nicht nur der Haut – im Laufe der (Wechsel)Jahre auseinandersetzen.
Erst jetzt, mit 56 Jahren, kann ich ehrlich zu mir sein und mir eingestehen, dass ich kein starres Gesicht und aufgedunsenen Wagen möchte. Ich möchte mich wiedererkennen, wenn ich in den Spiegel schaue. Eine Erkenntnis, die nicht nur meine Beauty-Routinen, sondern auch meinen Blick auf das Älterwerden verändert hat.
Ein Zufall, der alles veränderte
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Vor zwei Jahren besuchte ich eher zufällig einen Face Yoga-Kurs. Ich hatte davon gehört, war neugierig, aber auch skeptisch. Kann ein paar Minuten Gesichtstraining tatsächlich etwas bewirken?
Schon nach den ersten Einheiten spürte ich, dass hier mehr passiert als optische Veränderung. Ich fühlte Muskeln, die ich zuvor nie bewusst wahrgenommen hatte. Mein Gesicht wirkte durchblutet, lebendig und entspannt. Dieser Effekt – also das Gefühl von Aktivität statt Passivität – hat mich begeistert.
Was als Experiment begann, wurde schnell zu einer Leidenschaft. Ich begann regelmäßig zu üben, zu lesen, zu beobachten. Und irgendwann war mir klar: Ich möchte tiefer in diese Materie eintauchen. Also startete ich meine Ausbildung zur Face-Yoga-Trainerin
Warum ich mich bewusst für Natürlichkeit entschieden habe
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Mein Beauty-Verständnis war lange geprägt von dem Wunsch, die Zeichen der Zeit möglichst schnell zu korrigieren. Botox und Hyaluron schienen einfache Lösungen zu sein. Doch irgendwann stellte ich fest, dass ich mich mit dem Ergebnis nicht mehr wohlfühlte.
Face Yoga hat mir gezeigt, dass wir unser Gesicht aktiv unterstützen können, ohne es zu verändern. Durch gezielte Übungen werden tiefe Gesichtsmuskeln aktiviert, Verspannungen gelöst und die Durchblutung angeregt. Das Ergebnis ist kein neues Gesicht, sondern ein wacher, definierter, entspannter Ausdruck.
Wechseljahre, Veränderungen und neue Routinen
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Als ich meine Face-Yoga-Reise antrat, befand ich mich mitten in den Wechseljahren. Mein Körper reagierte mit Herzrasen, Stimmungsschwankungen und Gewichtszunahme. Mein Glück war, dass das nur über einen begrenzten Zeitraum so ging. Trotzdem war es eine Phase, in der ich mich neu sortieren musste.
Ich begann stärker darauf zu achten, was ich esse – außer beim Schnitzerl von meiner Mama, da kann ich nicht Nein sagen –, reduzierte Alkohol und etablierte neue Routinen wie Magnesium am Abend und pflanzliche Unterstützung. Eine simple Veränderung hatte dabei einen überraschend großen Effekt: Ich trinke konsequent rund zwei Liter Wasser täglich. Meine Haut wirkt seitdem frischer, pralle rund trockene Stellen sind verschwunden.
Diese Zeit hat mir gezeigt, dass Schönheit nicht isoliert existiert. Sie ist eng mit Wohlbefinden, Hormonen, Schlaf und Selbstfürsorge verbunden.
Weniger Make-up, mehr Ausstrahlung
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Wenn ich an meine Jugend zurückdenke, muss ich schmunzeln. Dickes Make-up, Smokey Eyes – mehr war in dieser Zeit besser. Heut ist mein Ansatz ein anderer. Ich liebe Glow-Produkte, Mascara und natürliche Frische. Make-up nutze ich vor allem für Shootings oder besondere Anlässe.
Meine Vorstellung von schöner Haut hat sich verändert. Früher strebte ich nach Perfektion, heute mag ich Lebendigkeit. Vieleicht liegt genau darin die größte Veränderung meines Beauty-Denkens.
Mode hat für mich nichts mehr mit Trends zu tun
Auch mein Stil hat sich mit den Jahren verändert. Früher wollte ich Trends ausprobieren, Neues testen, modisch mithalten. Heute interessiert mich vor allem, wie sich Kleidung anfühlt und was sie für mich tut. Im Alltag greife ich gerne zu Jeans, Rolli, T-Shirt, Bluse oder Sakko. Ich mag es Unkompliziert, aber immer mit einem gewissen Anspruch an Qualität und Schnitt. Bei Events liebe ich hingegen Kleider mit Wow-Faktor.
Was mir heute besonders wichtig ist, sind Statement-Accessoires. Eine schöne Tasche, gute Schuhe oder eine Uhr. Diese Accessoires können selbst ein schlichtes Outfit auf ein neues Level heben.
Bauchfreie Looks, ultrakurze Röcke oder schnellebige Trendteile brauche ich nicht mehr. Stattdessen wähle ich Mode, die meine Figur unterstreicht, meine Persönlichkeit zeigt und mir das Gefühl gibt, ganz bei mir zu sein. Vielleicht ist genau das mein größter Stilwechsel: Ich kleide mich nicht mehr, um zu gefallen, sondern um mich wohlzufühlen.
Mein Fazit: Die Menopause hat mich zurück zu mir geführt
Die Menopause war für mich weniger ein Einschnitt als vielmehr eine Einladung, genauer hinzuspüren und neue Routinen zu entwickeln. Vieles hat sich verändert, manches musste ich neu lernen. Vor allem, achtsamer mit mir und meinem Körper umzugehen. Unterstützend wirken für mich heute kleine, konsequente Gewohnheiten wie meine abendliche Tasse Tee. Sie hilft mir, Balance und Ruhe zu finden.
Gleichzeitig habe ich begonnen, Schönheit anders zu definieren. Nämlich nicht mehr als etwas, das man festhalten oder korrigieren muss, sondern als Ausdruck von Wohlbefinden und Selbstannahme. Face-Yoga, bewusste Pflege, mein persönlicher Stil und diese neuen Rituale sind Teil meines neuen Ich.
Rückblickend empfinde ich die Wechseljahre nicht als Verlust, sondern als Phase der Klarheit. Als eine Zeit, in der ich gelernt habe, mich selbst wichtiger zu nehmen und genau darin meine Ausstrahlung zu finden.
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