Sonnenschutz ist in den Wechseljahren wichtiger denn je – und das hat einen handfesten biologischen Grund: Durch den sinkenden Östrogenspiegel wird die Haut dünner, empfindlicher und anfälliger für UV-Schäden. Wer jetzt auf guten Sonnenschutz setzt, schützt sich nicht nur vor Sonnenbrand, sondern auch vor Pigmentflecken, vorzeitiger Hautalterung und erhöhtem Hautkrebsrisiko.
Warum reagiert die Haut in den Wechseljahren stärker auf die Sonne?
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Gerade mit zunehmendem Alter ist der passende Sonnenschutz besonders wichtig.
- Die Haut wird durch das Sinken von Östrogen dünner, die Regenerierungsprozesse verlangsamen sich – und damit auch die schützenden Hautpigmente: Das macht sie noch empfindlicher gegenüber der Sonne und man entwickelt viel schneller einen Sonnenbrand.
- Nach der Menopause wird verstärkt Kollagen abgebaut – in den ersten fünf Jahren nach der Menopause kann der Kollagengehalt um bis zu 30 Prozent sinken. Das schwächt die Hautbarriere, macht die Haut dünner und anfälliger für äußere Einflü
- Die Durchblutung der Haut, die Versorgung mit Nährstoffen sowie die Fähigkeit, Feuchtigkeit zu speichern, nehmen ab.
- Das Sonnenlicht macht der Haut zusätzlich mehr Stress und beschleunigt die lichtbedingte Hautalterung: Falten und Pigmentflecken machen sich schneller bemerkbar. Die UV-Strahlen dringen in die Hautzellen ein und schädigen die Erbsubstanz. Einzelne geschädigte Zellen können zurückbleiben und in Folge Krebszellen entwickeln – das erhöht das Hautkrebsrisiko Das alles verhindert ein guter Sonnenschutz.
Sonnenschutz im Sommer und Winter: Warum ganzjähriger Schutz zählt
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Optimal ist es, wenn du dein Gesicht das ganze Jahr über vor zu viel Sonne schützt.
- Bist du tagsüber im Büro oder zu Hause, genügt eine Tagespflege mit integriertem Sonnenschutz; im Winter Lichtschutzfaktor (LSF) 15, im Sommer LSF 30.
- Bist du den ganzen Tag im Freien, solltest du einen hohen Lichtschutzfaktor verwenden und diesen etwa alle zwei Stunden auffrischen.
WICHTIG: Achte darauf, dass deine Sonnenpflege einen Breitband-UV-Filter besitzt – also sowohl vor UVA- als auch vor UVB-Strahlen schützt.
UVA- und UVB-Strahlen: Was ist der Unterschied?
- Die kurzwelligen UVB-Strahlen verursachen Sonnenbrand, der sich durch Rötung und Brennen der Haut sofort bemerkbar macht.
- Hinterlistiger sind die langwelligen UVA-Strahlen, die vorerst unbemerkt in tiefe Hautschichten vordringen und hier die gröberen Schäden anrichten: Falten, Pigmentflecken und im schlimmsten Fall Hautkrebs.
Welcher Sonnenschutz passt zu deinem Hauttyp in den Wechseljahren?
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Natürlich soll die Konsistenz des Sonnenschutzes auf deinen Hauttyp abgestimmt sein.
- Solltest auch nach der Menopause eher zu öliger oder Mischhaut neigen, ist eine mattierende Formel die richtige Wahl.
- Bei trockener und empfindsamer Haut sind pflegende und reichhaltige Sonnenschutz-Produkte besser geeignet – idealerweise mit feuchtigkeitsbindenden Wirkstoffen wie Hyaluronsäure, die Wasser im Gewebe speichert und die Haut von innen heraus aufpolstert.
Extra Tipp: Ein Präparat mit zusätzlicher Anti-Aging-Wirkung gefällt der Haut 40+ besonders gut.
Mineralischer oder chemischer Sonnenschutz: Was ist besser für die Haut in den Wechseljahren?
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Um die Haut vor der Sonnenstrahlung zu schützen, setzt die Kosmetikindustrie auf zwei Arten von Schutzfilter: chemische und mineralische. Während die chemischen Filter die Strahlen auf der Haut in Wärme umwandeln, reflektieren die mineralischen Filter sie.
Chemische Filter sind in Verruf geraten, Haut und Umwelt zu schaden – doch das stimmt so pauschal nicht. Dennoch solltest du Produkte mit folgenden Inhaltsstoffen meiden, da sie im Verdacht stehen, das Hormonsystem zu stören:
- Octocrylene
- Benzophenone
- Octyl Methoxycinnamate
- Ethylhexyl Salicylate und -Dimethyl
- Isoamyl Methoxycinnamate
- Polysilicone
Auch bei mineralischen Sonnenschutzfilter mit Titaniumdioxid und Zinkoxid gilt es darauf zu achten, dass keine Nanopartikel enthalten sind. Diese könnten – bei verletzter oder geschädigter Haut und wenn sie über Sprays eingeatmet werden – in den Körper eindringen und in den Zellen Schäden anrichten. Bei gesunder Haut sind sie bedenkenlos verwendbar, da sie nicht tiefer als bis zur Hornhaut gelangen.
Fünf Sonnenschutz-Regeln für die Wechseljahre
- Hoher Schutz. Beginne deinen Sommerurlaub immer einem hohen Sonnenschutzfaktor 50+. Und zwar von der Nasenspitze bis zu den Zehen
- Gleichmäßig gebräunt werden wir, wenn wir besonders exponierte Stellen wie Dekolleté, Nase, Schultern und Kniescheiben den ganzen Urlaub über mit SPF 50+ eincremen. Weniger empfindliche Hauttypen kommen ab der zweiten Woche mit SPF 30 aus.
- Morgenschutz ist Goldes wert. Immer gleich in der Früh nach dem Duschen mit Sonnenschutz eincremen, und zwar gründlich. So kann die Sonnencreme gut einziehen und wirkt, sobald wir an Meer oder Pool ankommen.
- Mehr ist mehr, wenn es um die Menge an Sonnencreme geht. In der Regel sollten es drei bis vier Esslöffel Sonnencreme für den Körper sein und ein Teelöffel für das Gesicht.
- Öfter ist besser. Creme dich nach dem Schwimmen erneut ein, und auch zwischendurch, wenn du das Gefühl hast, dass die Haut sehr warm wird. Insgesamt können wir pro Person und Woche Urlaub mit etwa 200 ml Sonnenschutz rechnen.
After-Sun-Pflege: So regeneriert die Haut nach der Sonne
Achte darauf, nach einem Tag in der Sonne Haut und Haar mit einem milden Shampoo und Duschgel (es gibt auch spezielle 2-in-1-Produkte) zu reinigen. Danach mit einer reichhaltigen und kühlenden After-Sun-Lotion eincremen.
Die drei häufigsten Fragen zum Thema Sonnenschutz in den Wechseljahren
Welchen Lichtschutzfaktor brauche ich in den Wechseljahren?
Grundsätzlich gilt: je höher, desto besser. Im Alltag, wenn du die meiste Zeit drinnen verbringst, reicht eine Tagespflege mit LSF 15 bis 30. Im Urlaub oder bei längerem Aufenthalt im Freien solltest du zu SPF 50+ greifen und den Schutz alle zwei Stunden auffrischen. Da die Haut ab der Menopause durch den Kollagenabbau dünner und empfindlicher wird, entwickelt sie schneller einen Sonnenbrand und ist anfälliger für lichtbedingte Hautalterung.
Ist mineralischer oder chemischer Sonnenschutz besser für Haut in den Wechseljahren?
Beide können gut funktionieren – es kommt auf die Inhaltsstoffe an. Für Haut in den Wechseljahren empfehlen sich generell Produkte ohne hormonell wirksame Filtersubstanzen wie Octocrylene oder Benzophenone. Mineralische Filter mit Zinkoxid oder Titaniumdioxid gelten als besonders hautverträglich und eignen sich gut für empfindliche, dünner werdende Haut – solange sie keine Nanopartikel enthalten. Wichtig ist in jedem Fall ein Breitband-UV-Filter, der sowohl UVA- als auch UVB-Strahlen abblockt.
Kann Sonnenschutz auch Pigmentflecken in den Wechseljahren vorbeugen?
Ja, das ist sogar eine der wichtigsten Aufgaben des Sonnenschutzes in den Wechseljahren. In den Wechseljahren produziert die Haut, begünstigt durch hormonelle Schwankungen, vermehrt Melanin, was in Kombination mit UV-Strahlung zur Entstehung von Pigmentflecken führt. Täglicher Sonnenschutz – auch im Winter und auch an bewölkten Tagen – ist die effektivste Vorbeugung. Ergänzend können Produkte mit aufhellenden Wirkstoffen wie Vitamin C oder Niacinamid helfen, bestehende Flecken zu mildern.
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