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Wechseljahre beim Mann

Andropause – die Wechseljahre des Mannes

Bei Frauen kennen wir Wechseljahre bestens. Aber bei Männern? Gibt es bei den Herren auch eine Hormonumstellung? Sind alle gleich stark betroffen und wie lange dauert es?

„Und?“, flüstert sie ihm ins Ohr und kuschelt sich ganz dicht an ihn heran.

„Mmmh“, raunzt er und vergräbt sein Gesicht in seinem Kopfpolster.

„Wir haben schon lange nicht mehr?“, haucht sie und drückt ihren Körper an den seinen.

„Lass gut sein. Heute nicht“, murmelt er und rückt von ihr weg.

„Früher warst du ganz anders. Was ist nur mit dir los?“

Eine Szene, die in jedem Schlafzimmer schon einmal vorgekommen ist. Was ist nur los mit den Männern, wenn sie in ihrer fünften Lebensdekade angekommen sind? Abgeschlagenheit, Müdigkeit oder eben Lustlosigkeit und abnehmende Sexualität zählen zu den häufigsten Symptomen, wenn der Mann in die Wechseljahre kommt.

DIE ERSTEN ANZEICHEN FÜR DEN WECHSEL BEIM MANN

Bei Frauen sind die Wechseljahre schon lange ein Thema. Weit weniger bekannt ist, dass auch Männer eine ähnliche Phase durchleben. Nicht jeder Mann ist davon betroffen. Studien haben gezeigt, dass nur jeder zehnte Mann die entsprechenden Symptome entwickelt.

Wie eben

  • verringerte sexuelle Lust,
  • Rückgang des Muskelanteils,
  • dafür nimmt der Umfang des Schwimmreifens um den Bauch zu,
  • Veränderungen der Haut – sie wird trocken, oder die Spannkraft lässt nach,
  • Konzentrations- und Gedächtnisschwierigkeiten
  • depressive Verstimmung.

Die Wechseljahre des Mannes treten, im Unterschied zu den Frauen, nicht innerhalb weniger Jahre auf. Sie sind ein schleichender Prozess, der sich vom 40. bis zum 50. Lebensjahr hinziehen kann.

ANDROPAUSE - KEIN FREUNDLICHER BEGRIFF

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Der Begriff Andropause für die Wechseljahre des Mannes ist ungünstig und wahrscheinlich von keinem Männerfreund erfunden worden. Bedeutet er übersetzt doch »Ende des Mannes« (griechisch: „andro“ Mann, „pausis“ Ende). Das weibliche Gegenstück „Menopause“ (Ende der Periode) ist geschickter gewählt. Verwenden wir also im Weiteren den Begriff „Wechseljahre des Mannes“.

Diese unglückliche Begriffswahl hat übrigens dafür gesorgt, dass eine Vielzahl von Synonymen für die Wechseljahre des Mannes entwickelt wurden: Testosteronmangel-Syndrom, altersbedingter Testosteronmangel, Aging Male Syndrom, PADAM (partielles Androgendefizit des alternden Mannes), late-onset Hypogonadismus oder Klimakterium des Mannes.  

Das Problem: Bei Männern über 40 Jahren nimmt die körpereigene Testosteron-Produktion pro Jahr um durchschnittlich 1 bis 1,2 Prozent ab. Gleichzeitig kommt es zu einem Anstieg des Sexualhormon-bindenden Globulin (SHBG). Schließlich reduziert sich auch noch die Konzentration des Wachstumshormons Somatotropin.

Das passiert sehr langsam, über Jahrzehnte hinweg. Und diese hormonellen Veränderungen unterliegen enormen individuellen Unterschieden. Allerdings ist nicht jeder Mann gleich stark betroffen. Manche Männer haben einen recht deutlichen Testosteron-Abfall, andere dagegen kaum. Viele Männer sind auch im höheren Alter noch fortpflanzungsfähig und sexuell aktiv. Oder zumindest erzählen sie es.

LIBIDOVERLUST UND EREKTIONSSTÖRUNGEN

Den weniger Glücklichen, die sich etwa mit einem Mangel an Testosteron, einem Verlust der Libido, Erektionsstörungen und abnehmenden morgendlichen Erektionen leben müssen, sei der Gang zu einem Männerarzt wärmstens empfohlen.

Der Gang zu diesem Urologen ist zwar für viele Männer noch immer unvorstellbar, aber nur er kann eine Diagnose stellen. Denn unter Umständen können auch andere Ursachen für die Beschwerden verantwortlich sein. Etwa Erkrankungen der Leber, Niere oder des Herz-Kreislaufsystems. Ein Prostatakarzinom, also ein bösartiger Tumor der Vorsteherdrüse, muss ebenfalls ausgeschlossen werden.

Hat der Mann den Weg dorthin geschafft, ist die Untersuchung nicht weiter schlimm. Der Arzt schaut mit einem Ultraschallgerät die Prostata an und nimmt ein bisschen Blut ab. In einem Labor wird dann die Anzahl der Sexualhormone im Blut bestimmt. Können andere Erkrankungen ausgeschlossen werden, und unterschreitet das Testosteron einen bestimmten Grenzwert, ist die Diagnose „Wechseljahre“ wahrscheinlich.

HORMONTHERAPIE BEI TESTOSTERONMANGEL

Bestimmte Hormone verzeichnen ab einem bestimmten Lebensalter einen kontinuierlichen Rückgang, etwa das Testosteron und das Nebennierenhormon Dehydroepiandrosteron (DEHA-S).

Rund  30 Prozent aller Männer im Alter von 40 Jahren weisen einen niedrigen Testosteronspiegel auf – einer der Gründe, warum die körperliche Leistungsfähigkeit des Mannes abnimmt.

Der Arzt kann da eine Hormontherapie empfehlen. Allerdings ist die Einnahme künstlicher Hormone heikel. Von Hormontabletten wird aufgrund des Nebenwirkungsrisikos heutzutage eher abgeraten. Das kann zu einer Verdickung des Blutes mit erhöhter Gefahr für Blutgerinnsel (Thrombosen) führen. Kopfschmerzen oder Bluthochdruck sind weitere Beschwerden, die bei unsachgemäßer Testosteron-Einnahme auftreten können.

Schonender ist da schon das Auftragen von Gels oder die Applikation von Pflastern – es imitiert den natürlichen zeitlichen Hormonverlauf des Körpers am besten.

Als Alternative wird oft eine passende Therapie für einzelne Symptome behandelt. Das darf und muss man selbst mit dem Arzt ausmachen.

WAS IN DER ANDROPAUSE FIT HÄLT 

  • Bewege dich regelmäßig. Sport kräftigt die Muskulatur, hebt die Stimmung sowie das Selbstvertrauen und wirkt dem Testosteronabfall entgegen.
  • Ernähre dich ausgewogen und möglichst fettarm. Setze vor allem auf mediterrane Kost, iss wenig Fleisch, trinke viel, aber nur selten Alkohol. 
  • Mach dich vertraut mit Entspannungstechniken wie Yoga oder Meditation. Das hilft bei der Stressbewältigung.
  • Allen Rauchern sei noch einmal gesagt: Hört endlich auf damit! Denn Rauchen ist gerade für die Männergesundheit nicht gut.
  • Auch wenn du dich gerne an die wilden Jahre zurückerinnerst. Lass dir Zeit für die sexuellen Freuden. Du bist nicht mehr 20. Sexuelle Aktivität regt übrigens die Bildung von neuen Sexualhormonen an.
  • Und scheue auch nicht den Weg zu einer Paarberatung. Dort wird man dich über die körperlichen Veränderungen und ihre möglichen Auswirkungen – wie eben auf das Sexualleben – genauestens informieren.


Weiterlesen: Wenn in der Andropause die Psyche leidet

Weiterlesen: Die Prostata: Wie man erkennt, wann sie Probleme macht

Weiterlesen: Progesteron: Das zweitwichtigste Männerhormon

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