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Jetzt Petition unterschreiben: Mehr Wechseljahre ins Medizinstudium!

In den Wechseljahren kompetente ärztliche Hilfe zu bekommen ist Glücksache: Spezialist:innen sind rar. Wir fordern daher: Bessere Ausbildung für angehende Ärzt:innen!

Etwa die Hälfte der Bevölkerung erlebt sie – und doch lernen angehende Ärzt:innen nicht ausreichend darüber: Den Wechseljahren wird in der medizinischen Ausbildung zu wenig Platz eingeräumt. Die Folge: Symptome werden nicht richtig diagnostiziert, Frauen bekommen nicht die benötigte Behandlung. Mit weitreichenden persönlichen und gesundheitspolitischen Folgen 

Wechselweise.net startet eine Petition, die sich an das Wissenschaftsministerium und die Österreichische Ärztekammer richtet, mit dem Ziel, eine bessere Ausbildung zum Thema Wechseljahre in der medizinischen Grundausbildung sowie in der Facharztausbildung für Gynäkologie und Geburtshilfe zu verankern. 

Hier geht's zur Petition „Mehr Wechseljahre ins Medizinstudium!“ 

Zu wenige (Fach-)Ärzt:innen befassen sich mit den Wechseljahren 

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  • Viele unserer Leserinnen berichten, dass sie mehrere (Frauen-)Ärzt:innen aufsuchen müssen, ehe sie Hilfe bei Wechselbeschwerden bekommen.  
  • Viele unserer Leserinnen berichten, dass ihre Beschwerden nicht ernst genommen oder heruntergespielt werden.  
  • Es gibt kein anerkanntes Zertifikat oder Diplom der Ärztekammer, das Wechseljahre-Spezialist:innen ausweist. Auch Wechselweise.net kann daher dem Wunsch vieler Leserinnen nach Empfehlungen nicht nachkommen, da sich ohne Ausbildungsnachweis keine Liste von Spezialist:innen erstellen lässt.  
  • Es gibt kaum Ärzt:innen, die Hormonersatztherapie als Kassenleistung anbieten. Die meisten uns bekannten Wahlärzt:innen, die Hormonersatztherapie anbieten, nehmen keine neuen Patientinnen an, weil sie völlig überlaufen sind. 

In Österreich taucht das Thema Wechseljahre im Medizinstudium nur am Rande auf – meist eingebettet in Vorlesungen zu Endokrinologie oder Gynäkologie. In der Facharztausbildung für Gynäkologie und Geburtshilfe ist das Thema Wechseljahre zwar im Modul Endokrinologie und Reproduktionsmedizin verankert, die Lernziele zu dieser speziellen Lebensphase sind aber nicht klar definiert. 

Unsere Forderung: 

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Wir fordern eine bessere Ausbildung von Ärztinnen und Ärzten zum Thema Wechseljahre.  

  • Allgemeinmediziner:innen sollen eine grundlegende Vertrautheit mit dem Thema erwerben, sodass sie Symptome erkennen und Patientinnen entsprechend weiterleiten können. 
  • An den Frauenkliniken der Medizinuniversitäten soll ein Forschungs- und Lehrschwerpunkt zum Thema Klimakterium eingerichtet werden; die bereits existierenden Abteilungen sollten auch in ihrer Bezeichnung erweitert werden: „Abteilung für gynäkologische Endokrinologie, Reproduktionsmedizin und des postreproduktiven Lebensabschnittes der Frau.“  
  • Etablierung von Lehrambulanzen, in denen nicht nur die betroffenen Frauen betreut, sondern auch eine diesbezügliche Wissensvermittlung an Ärztinnen und Ärzte ermöglicht wird. 
  • In der Facharztausbildung für Gynäkologie und Geburtshilfe sollen spezifische Kenntnisse zu den Wechseljahren fixer Bestandteil werden.  
  • Eine spezielle Auszeichnung von Ärzt:innen, die sich schwerpunktmäßig dem Thema Wechseljahre widmen, soll es ratsuchenden Frauen erleichtern, fachlich kompetente Hilfe zu finden. 

Ein Blick ins Ausland: Wie andere Länder vorangehen 

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Andere Länder zeigen, wie es gehen könnte:  

  • In Großbritannien ist der Wechsel Teil der ärztlichen Grundausbildung. Das Royal College of General Practitioners (RCGP) hölt dazu ausdrücklich fest: „Die Wechseljahre bleiben zentraler Bestandteil des Curriculums, in dem alle angehenden Hausärzt:innen ihre Kompetenz nachweisen müssen, um im Vereinigten Königreich eigenständig als Allgemeinmediziner:in praktizieren zu dürfen.“ Bemerkenswert ist dabei der „women-centred life course approach“ – also das Verständnis von Frauengesundheit über alle Lebensphasen hinweg 
  • In den Niederlanden gibt es die Ausbildung Overgang-SOH – ein Programm für medizinische Fachangestellte und Praxisassistent:innen. Die Teilnehmer:innen lernen, Wechseljahresbeschwerden früh zu erkennen und differenzialdiagnostisch abzugrenzen 

Viele Expert:innen fordern eine bessere Ausbildung 

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  • Prof. DDr. Johannes Huber, Gynäkologe in Wien und Vorstandsmitglied der Österreichischen Menopausengesellschaft:

    „An den  Frauenkliniken der  Medizinuniversitäten soll ein Forschungs- und Lehrschwerpunkt zum Thema  Klimakterium eingerichtet werden. Die  bereits existierenden Abteilungen sollten auch in ihrer Bezeichung  erweitert  werden: 'Abteilung für gynäkologische Endokrinologie, Reproduktionsmedizin und des postreproduktiven Lebensabschnitts der Frau'. Zusätzlich sollten Lehrambulanzen etabliert werden, in denen nicht nur die betroffenen Frauen betreut, sondern auch eine diesbezügliche Wissensvermittlung an Kolleginnen und Kollegen ermöglicht  wird.“

  • Prof. Dr. Bettina Toth, Direktorin der Innsbrucker Univ.-Klinik für Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin:

    „Eine Million Frauen in Österreich sind aktuell in den Wechseljahren ­– einer Lebensphase, die teils starke körperliche und psychische Beschwerden mit sich bringen kann. Die Symptome sind individuell verschieden, oft belastend und können selbst beschwerdefreie Frauen betreffen, da die hormonellen Veränderungen das Risiko für Krankheiten wie Osteoporose, Demenz und Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Auch Ärzte sind sich oft dessen nicht bewusst. Deshalb soll ein fester Lehrplan zum Thema Wechseljahre in die medizinische Ausbildung integriert werden. An der Medizinischen Universität Innsbruck wird das Thema Menopause sowohl in der Hauptvorlesung als auch im Wahlfach reproduktive Gesundheit gelehrt. Dies sollte an allen Universitäten in Österreich erfolgen.“

  • Prof. Dr. Johannes Ott, stellvertretender Abteilungsleiter an der Wiener Universitätsklinik für Frauenheilkunde:

    „Die Integration eines festen Lehrplanes zum Thema Wechseljahre in die medizinische Ausbildung ist wichtig, damit Ärzt:innen aller Fachrichtungen die diversen Wechselbeschwerden frühzeitig erkennen können und den Betroffenen lange Diagnosewege ersparen. Wissen um eine korrekte Behandlung ist ebenso von hoher Relevanz, um Fehlinformationen vorzubeugen, die zu falscher Verunsicherung oder Übertherapie führen könnten.“

  • Prof. Dr. Doris Maria Gruber, Ärztin für Frauenheilkunde und Gynäkologische Endokrinologie:

    „So wichtig es ist eine theoretische Ausbildung zum Thema Gyn-Endokrinologie zu absolvieren, so wichtig ist es auch klinische Expertise in der Betreuung von Patientinnen mit Hormonfragestellungen zu sammeln. Wie ein guter Chirurg sein Handwerk im Operationsaal immer wieder ausüben und auch verbessern muss, so ist auch hier die tägliche Arbeit mit Betroffenen in der Ambulanz essenziell. Deshalb ist es wichtig, in den Spitälern die Ausbildung an der Hand von erfahrenen Profis täglich zu lernen, zu verstehen und dann umzusetzen.“

Unterzeichne auch du die Wechselweise-Petition! 

Setzen wir uns gemeinsam für eine bessere Ausbildung der Ärzt:innen ein – damit wir in dieser herausfordernden Lebensphase schneller kompetente Hilfe bekommen! Denn: Wechselbeschwerden müssen nicht sein! Keine Frau muss „da durch“. Wechselbeschwerden sind gut behandelbar – wenn man weiß, wie. 

Hier geht's zur Petition „Mehr Wechseljahre ins Medizinstudium!“  

#WechseljahreInsStudium 

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