Die Lust kann sich in den Wechseljahren verändern – manchmal durch Hormonschwankungen, manchmal durch Schlafmangel, Stress, vaginale Trockenheit oder Schmerzen beim Sex.
Viele suchen dann nach sanften Wegen, wieder mehr Sinnlichkeit in den Alltag zu bringen. Aphrodisiaka versprechen seit Jahrhunderten genau das: Lebensmittel, Gewürze oder Pflanzen, die Lust und Wohlbefinden anregen sollen.
Wichtig ist aber: Kein Lebensmittel wirkt wie ein Schalter für sexuelles Verlangen. Manche Aphrodisiaka haben eine lange Tradition, einige liefern wertvolle Nährstoffe, andere sprechen vor allem unsere Sinne an.
Entscheidend ist, die Erwartungen realistisch zu halten – und Beschwerden wie Schmerzen, Trockenheit oder starken Libidoverlust medizinisch abklären zu lassen.
In diesem Überblick liest du, welche Lebensmittel als Aphrodisiaka gelten, was dahintersteckt und welche Aussagen mit Vorsicht zu genießen sind.
Was sind Aphrodisiaka?
%CONTENT-AD%
Unter einem Aphrodisiakum versteht man eine Substanz oder ein Lebensmittel, das die Libido steigern soll und in diesem Rahmen eine belebende Wirkung aufweist. Es wirkt anregend auf das sexuelle Verlangen, das sexuelle Lustempfinden und manchmal auch auf die Geschlechtsorgane.
Der Begriff stammt aus dem Griechischen und geht auf Aphrodite, die Göttin der Liebe, Schönheit und sinnlichen Begierde zurück. Als aphrodisierend wirken auf unseren Körper verschiedene Pflanzen, Nahrungsmittel oder Hormone. Die Wirkung von Aphrodisiaka kann von Person zu Person variieren kann und ist nicht immer wissenschaftlich nachgewiesen.
8 Lebensmittel, die als Aphrodisiaka gelten
Diese Lustmacher sollen die Lust steigern - und sie schmecken auch noch gut.
1. Bockshornklee
%MEDIUM-RECTANGLES%
In vielen Kulturen wird dem Samen von Bockshornklee seit Jahrtausenden eine aphrodisierende und potenzsteigernde Wirkung zugeschrieben. Die Pflanze enthält Vitamine, Eisen und Phytoöstrogene. Sie soll helfen, Probleme wie sexuelle Dysfunktion und Stimmungsschwankungen zu reduzieren.
Bockshornklee lässt sich leicht in die Ernährung integrieren. Du kannst die gemahlenen oder ganzen Samen als Gewürz verwenden oder als Nahrungsergänzungsmittel einnehmen. Wichtig zu ergänzen ist aber auch: Bockshornklee wird traditionell verwendet. Die Studienlage und Sicherheit hängen stark von Dosis und Präparat ab.
2. Maca
Maca ist in den peruanischen Anden beheimatet und wird dort seit rund 2.000 Jahren angebaut. Die Wurzel der Maca-Pflanze wird traditionell für ihre vermeintlich aphrodisierenden Eigenschaften verwendet und oft im Zusammenhang mit Ausdauer, Vitalität und weiblicher Sexualität genannt.
3. Damiana
Die Pflanze wächst in den trockenen Regionen Nord- und Zentralamerikas. Bereits die Maya-Kulturen sollen die Blätter von Damiana als Aphrodisiakum verwendet haben. Die Blätter sollen entspannend wirken und die Durchblutung fördern. Die Blätter werden meist als Tee eingesetzt, der Extrakt findet sich auch in speziellen energiespendenden Nahrungsergänzungsmitteln.
4. Schokolade
%EVENT%
Das Gute mit dem Nützlichen verbinden? Schokolade ist nicht nur ein Seelentröster, sondern auch ein Aphrodisiakum. Dem Phenylethylamin in Kakao sagt man nach, dass es die Stimmung heben und die Lust steigern soll.
5. Erdbeeren
Erdbeeren stehen kulturell für Sinnlichkeit und liefern Vitamin C – eine direkte libido-steigernde Wirkung ist aber nicht belegt.
6. Austern
Austern gelten als Klassiker unter den Aphrodisiaka und enthalten viel Zink. Eine direkte luststeigernde Wirkung ist jedoch nicht gesichert.
7. Ingwer
%QUESTION%
Ingwer gilt als Alleskönner. Er kann die Durchblutung steigern und den Stoffwechsel ankurbeln. Die Wurzel passt gut in asiatische Gerichte, aber auch in deinen Smoothie oder du genießt ihn als Tee.
8. Granatapfel
Granatäpfel sind nicht nur wunderschön, sondern auch reich an Antioxidantien, die die Durchblutung fördern können. Der Granatapfel gilt als Lieblingsfrucht der griechischen Liebesgöttin Aphrodite. Sie symbolisiert Sinnlichkeit und Fruchtbarkeit.
Vergiss nicht, deinen Körper zu lieben und zu schätzen, egal in welchem Lebensabschnitt du dich befindest. Die Wechseljahre mögen unsere Hormone durcheinanderbringen, aber das bedeutet nicht, dass wir auf unsere Lust verzichten müssen.
Weiterlesen: Sexualität in den Wechseljahren: Es muss nicht aufhören!
Weiterlesen: Im Wechsel und kein Spaß am Sex?
Weiterlesen: 6 Tipps für Lebensfreude, Eros und Sinnlichkeit in der Lebensmitte
Weiterlesen: Menopause: Wie sie das Sexleben verändert
Schreib einen Kommentar ( 0 )