Die Wechseljahre sind nicht nur eine körperliche Veränderung - sie sind ein neuer Lebensabschnitt und oft ein Wendepunkt. Die Kinder werden selbstständiger, berufliche Veränderungen stehen an und plötzlich ist wieder Raum da. Raum für dich und für Themen, die lange hintangestellt wurden.
Diese Zeit der hormonellen und seelischen Umstellung ist oft herausfordernd. Aber wusstest du, dass sie auch das perfekte Sprungbrett für deine finanzielle Unabhängigkeit sein kann? Denn mit der Klarheit der Wechseljahre kommt oft auch der Wunsch nach Selbstbestimmung und das betrifft auch die Finanzen.
Frauen und Finanzen
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Viele Frauen werden sich hier wiedererkennen: das Thema Geld wurde in der Partnerschaft oder in der Familie dem Mann überlassen. Die Gründe dafür sind tief verwurzelt. Finanzen gelten traditionell als Männerthema. Frauen wurden kaum dazu erzogen und ermutigt, sich mit Aktien, Fonds oder ETFs auseinanderzusetzen. Dazu kommt, dass die Finanzwelt kompliziert wirkt und vor Fremdwörtern nur so strotzt. Selbst wenn das Interesse an Anlageformen vorhanden ist, findet sich nie der richtige Zeitpunkt dafür. Die Angst, etwas falsch zu machen und Geld zu verlieren, ist eine abschreckende Hürde.
Die Wechseljahre als finanzieller Weckruf
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In dieser Lebensphase wird uns die begrenzte Zeit bis zur Pension bewusst. Die Frage "Wie viel brauche ich wirklich, um sorgenfrei alt zu werden?" drängt sich auf. Diese Klarheit ist ein großer Motivator, denn jetzt hast du endlich Zeit, den Fokus auf deine eigene Zukunft zu richten.
Aber auch wer sich bisher nicht mit Finanzanlage beschäftigt hat, kann jetzt die Verantwortung für die eigenen Finanzen übernehmen, denn es ist dafür nie zu spät.
Finanzbildung bedeutet nicht, sofort alles zu wissen, sondern selbstbestimmt zu handeln. Du kannst sie mit Fahrrad fahren vergleichen. Anfangs bist du noch etwas wackelig unterwegs, aber nach kurzer Zeit steigst du auf und fährst ganz automatisch los. Du weißt wie es geht und hast die Sturzgefahr massiv verringert.
Die gute Nachricht ist: du musst dich nicht allein in die Materie vertiefen. Hol dir Unterstützung von Profis. Damit sind nicht die lauten Werbungen auf Social Media gemeint, die das Blaue vom Himmel und 6-stellige Summen versprechen. Es gibt inzwischen spezialisierte Berater:innen und Kurse, die sich der Finanzbildung von Frauen widmen.
Dein Weg zur finanziellen Souveränität
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Finanzielle Bildung ist keine Raketenwissenschaft. Du musst keine Finanzexpertin werden, aber du solltest die Grundlagen verstehen. Es gibt viele einfache und verständliche Quellen, die dir zeigen, wie du langfristig Vermögen aufbaust.
Hier meine 5 Tipps für den Start:
- Verschaffe dir einen Überblick: Wie hoch sind deine Einnahmen, Ausgaben, Schulden und Ersparnisse? Diese Bestandsaufnahme ist die Grundlage und verschafft Klarheit.
- Definiere dein Ziel: Möchtest du deine Pension aufbessern? Deinen Lebensstandard sichern? Einfach unabhängig sein? Dir einen großen Wunsch erfüllen?
- Starte klein: Auch mit kleinen Beträgen kannst du loslegen. Gewöhn dich langsam daran, Investorin zu sein.
- Lerne in deinem Tempo: Nütze Bücher, Webinare, (Online-)Kurse. Bilde dich häppchenweise weiter, ohne dich zu überfordern. Achte darauf, von wem du lernst!
- Tausch dich aus: Sprich mit anderen Frauen. Du wirst sehen, dass viele an einem ähnlichen Punkt stehen wie du.
Finanzielle Unabhängigkeit ist kein Traum. Investiere regelmäßig, z.B. in einen nachhaltigen ETF oder solide Unternehmen, die zu deinen Werten passen. Damit baust du ein Polster auf bzw. sorgst für zusätzliches Einkommen. Du kannst dir damit kleine oder größere Wünsche erfüllen oder für ein gutes Leben im Alter vorsorgen.
Häufige Fragen – verständlich für dich beantwortet
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- Bin ich in der Lebensmitte nicht zu spät dran?
Nein. Auch wenn du erst mit Mitte 40, Ende 50 oder in den 60ern beginnst, hast du noch viele Jahre, in denen dein Geld für dich arbeiten kann. Besser spät als nie! - Ich habe keine Ahnung von Aktien und ETFs - ist das schlimm?
Ganz und gar nicht. Du musst keine Finanzexpertin sein. Du brauchst nur die Bereitschaft, Schritt für Schritt etwas Neues zu lernen. Und das kannst du, auch ohne Vorkenntnisse. - Was ist überhaupt ein ETF?
Ein ETF (Exchange Traded Fund) ist vergleichbar mit einem großen Einkaufskorb mit vielen verschiedenen Aktien darin. Du musst nicht einzelne Unternehmen auswählen, sondern bekommst automatisch eine breite Streuung. Das senkt dein Risiko. - Wie viel Geld brauche ich, um loszulegen?
Schon ab 25 ? im Monat kannst du einen automatisierten Sparplan für ETFs und/oder Aktien starten. Das ist kein exklusiver Club für Reiche, sondern eine einfache Möglichkeit, dein Geld für dich arbeiten zu lassen. - Was, wenn ich etwas falsch mache?
Fehler passieren, doch wer sich informiert und bewusst entscheidet, minimiert das Risiko enorm. Wichtig ist: Nicht aus Angst nichts tun, sondern mit finanzieller Bildung, Wissen und Strategie handeln. Das ist das perfekte Schutzschild.
Die Wechseljahre bringen viel Veränderung, aber sie sind keine Pause, sondern eine Power-Phase. Nutze diese Zeit der Transformation, um dir ein finanzielles Fundament zu schaffen, das dir Sicherheit, Freiheit und Souveränität für die nächsten Jahrzehnte schenkt. Nimm dein Geld in die Hand und übernimm Verantwortung für dich selbst!
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