Nachtschweiß, Schlafstörungen, Müdigkeit: Hitzewallungen gehören zu den häufigsten und belastendsten Beschwerden in den Wechseljahren.
Was viele nicht wissen: Die Traditionelle Chinesische Medizin hat dafür eine eigene Erklärung – und vor allem einen konkreten Ernährungsansatz, der die Symptome lindern kann.
Wechseljahre und TCM: Der zweite Frühling"
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Nach der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird das Leben einer Frau durch einen 7-Jahres-Zyklus bestimmt. In der TCM wird die Phase um das 49. Lebensjahr oft als Übergang in eine neue Lebensphase beschrieben - diese wird auch als "zweiter Frühling" bezeichnet.
In der TCM gilt die "Essenz" als zentrale Lebensressource, die den Nieren zugeordnet wird. Nach TCM-Verständnis nimmt diese Ressource im Alter ab. Ein sorgsamer Umgang mit den eigenen Ressourcen verhilft uns, diese Essenz möglichst lange zu erhalten, um auch im Alter gesund und aktiv sein zu können.
Aus Sicht der TCM verändert sich mit dem Ende der Menstruation das Gleichgewicht im Körper. Die Energie, die bisher für die Empfängnisbereitschaft und die Monatsblutung benötigt wurde, stehe nun der Frau zusätzlich zur Verfügung (Anm.: Die Vorstellung, dass dadurch zusätzliche Energie frei werde, gehört zur TCM-Deutung und ist wissenschaftlich nicht belegt.)
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Syndrom"Das Rennende Ferkel-Syndrom": Warum du schwitzt
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In der TCM haben Blut und Körperflüssigkeiten (Yin) die Aufgabe, den Körper zu kühlen und zu befeuchten. Yang steht für Wärme und Dynamik.
Anhaltender Stress begünstigt laut der TCM Yinschwäche und begünstigt innere Hitze. Es entsteht Hitze (Yang) die sich durch Unruhe, Schlafstörungen und Nachtschweiß bemerkbar macht.
Die Menstruation wird in der TCM als Teil eines körperlichen Ausgleichs verstanden. Bleibt die Menstruation aus, könne Hitze nicht mehr abgeleitet werden.
In der TCM wird dieses Beschwerdebild unter dem Begriff Ben Tun Qi beschrieben, der im Deutschen als "rennendes Ferkel-Syndrom" übersetzt wird.
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Hitzewallungen lindern: So hilft die TCM-Ernährung
Eine angepasste Ernährung kann das allgemeine Wohlbefinden in den Wechseljahren unterstützen; für eine verlässliche Linderung von Hitzewallungen ist die Studienlage jedoch begrenzt.
Durch eine ausgewogene Ernährung kannst du deine Verdauung unterstützen, damit ausreichend Blut und Körperflüssigkeiten (Yin) gebildet werden können.
Die TCM empfiehlt häufig drei warme, gekochte Mahlzeiten am Tag. Warme, gekochte Speisen gelten in der TCM als besonders bekömmlich.
Mache es dir zu Gewohnheit regelmäßig, vor allem abends, Suppen und Kompotte in deinen Speiseplan einzuplanen. Damit unterstützt du den Aufbau von kühlenden Säften (Yin).
Darüber hinaus hat sich Salbeitee (1-2 Tassen pro Tag) bei Hitzewallungen sehr bewährt.
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Das solltest du vermeiden:
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- Scharfe Gewürze wie Chili, Cayennepfeffer, Zimt, Nelke, Ingwer, Galgant, Piment
- trockene Mahlzeiten und häufige Brotmahlzeiten
- Nahrungsmittel und Kochmethoden, die eine austrocknende Wirkung haben (Grillen, Rösten, scharfes Anbraten, Räuchern, Pökeln)
- Kaffee kann bei manchen Betroffenen Hitzewallungen oder Schlafstörungen verstärken. Reduziere vor allem bei Schlafstörungen oder Hitzewallungen diesen auf 1-2 Tassen am Tag – möglichst vormittags
Darauf solltest du achten:
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- Die TCM empfiehlt vor allem schonende, feuchte Kochmethoden wie Dünsten, Dämpfen oder Kochen
- Rote und grüne Gemüsesorten unterstützen laut TCM die Blutbildung, zum Würzen eignen sich frische Kräuter und etwas hochwertiges Öl (Leinöl, Olivenöl)
- Plane täglich Eiweiß in Form von Fleisch, Fisch, Hülsenfrüchte, Pilzen, Samen und Nüssen in deine Mahlzeiten mit ein.
- Pseudo-)Getreide wie Hirse, Polenta, Quinoa, Dinkel oder Reis nähren und unterstützen laut TCM deine Mitte und damit den Aufbau von Blut und Körperflüssigkeiten
Fazit
In den Wechseljahren werden wir Frauen aufgefordert, sorgsam mit unseren Ressourcen umzugehen. Regelmäßige Mahlzeiten mit reichlich frischem, saisonalem Gemüse, kombiniert mit Getreide, (pflanzlichem) Eiweiß und hochwertigen Ölen, sorgen für Harmonie im Körper, geben uns Kraft und stärken den Geist. Auch die klassische Schulmedizin bestätigt dies.
Es ist jetzt die Zeit, sich selbst achtsam, liebevoll und mit Respekt zu begegnen, Innenschau zu halten und alten Ballast abzuwerfen.
Wir haben die Chance, die frei werdende Energie des zweiten Frühlings für unsere Träume zu nutzen, um dadurch nicht nur innere Reife, sondern auch Stärke und tiefe Zufriedenheit zu erlangen.
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