Was ist Shiatsu?
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Shiatsu – übersetzt Daumendruck – ist eine japanische Massagetechnik. Sie zielt darauf ab, den Energiefluss im Körper zu regulieren und fördert damit die Durchblutung und löst Muskelverspannungen. Shiatsu ist ein ganzheitlicher Ansatz, der Körper, Geist und Seele in Einklang bringen soll. Ein Shiatsu-Praktiker arbeitet nicht mit Symptomen wie zum Beispiel Bluthochdruck, sondern an den Energiezuständen des Körpers. Im Fokus stehen die Meridiane, Energiebahnen des Körpers, und Akupressurpunkte. Ihre historischen Wurzeln hat die japanische Technik in der chinesischen Tuina-Massage und der japanischen Anma-Massage. Sie ist vor rund 100 Jahren in Japan entstanden.
Bei welchen Beschwerden kann Shiatsu helfen?
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Mit Shiatsu kann eine Vielzahl an Beschwerden erfolgreich behandelt werden. Ziel einer Behandlung ist, den Meridianfluss wieder in Schwung zu bringen und eine ins Stocken geratene Lebensenergie – das sogenannte Chi – zum Fließen und damit auch in Balance zu bringen. Shiatsu entspannt körperlich, mental und emotional und trägt so zu einer Verbesserung der Beschwerden bei. Bei folgenden Beschwerden kommt Shiatsu erfolgreich zum Einsatz:
- Kopfschmerzen und Migräne
- Gelenksschmerzen
- Stresssymptome: Muskelverspannungen, Magen-Darm-Beschwerden, Reizbarkeit, Konzentrationsprobleme u.v.m.
- Nachtschweiß
- Schlafstörungen
- Depressive Verstimmung
- Traumata
Wir läuft die Diagnostik ab?
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Die Bestandsaufnahme in der Shiatsu-Behandlung erfolgt auf Basis der Traditionell Chinesischen Medizin (TCM). Dabei wird der Bauch abgetastet, das Energieniveau in den Meridianen erfühlt und die Zunge betrachtet.
Was geschieht bei der Behandlung?
Klassischerweise erfolgt Shiatsu in leichter Kleidung am Fußboden auf einer bequemen Matte. In Folge wird der ganze Körper bearbeitet. Das heißt von Kopf bis zu den Füßen wird im Verlauf der ausgewählten Meridiane mittels Daumen, Handflächen oder auch Knie Druck auf bestimmte Punkte ausgeübt. Achtsamkeit steht dabei an oberster Stelle und die Intensität des Drucks wird zu Beginn besprochen.
Kann Shiatsu bei Wechselbeschwerden helfen?
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Mit Shiatsu können zahlreiche Wechselbeschwerden erfolgreich behandelt werden. Die Philosophie ist dabei nicht in Symptome gegliedert, sondern in der Wahrnehmung der Energieverteilung im Körper. Ist etwa der Energiefluss im Leber- und Gallenblasenmeridian gestaut, wird es vermutlich zu vermehrten Hitzewallungen kommen. Es kann aber genauso gut zu dem Symptom Hitzewallung kommen, wenn das Nieren-Chi zu schwach ist, um die Energie in den Feuermeridianen in Zaum zu halten. Wird die Energie wieder in Balance gebracht, können die Beschwerdebilder, die uns in den Wechseljahren zu schaffen machen, gemildert werden.
Wo hat Shiatsu seine Grenzen?
Die Grenzen von Shiatsu liegen hauptsächlich darin, dass es als komplementärmedizinische Behandlungsmethode kein Allheilmittel ist und bei Erkrankungen vorwiegend unterstützend wirkt, es Erleichterung im Alltag verschafft, jedoch grundsätzlich keine Heilung erzielt werden kann. Es hängt auch viel von der Erwartungshaltung der Einzelnen ab.
Welche Ausbildung haben Shiatsu-Therapeutinnen?
In Europa wird Shiatsu in den meisten Ländern nicht als geschützter Beruf anerkannt. Daher darf jeder, der eine entsprechende Ausbildung absolviert hat, Shiatsu praktizieren.
- In Österreich ist es als ein in sich geschlossenes System eine staatlich anerkannte ganzheitliche Behandlungsform. Es gibt Zulassungskriterien und eine dreijährige Ausbildungszeit, bis man vom Österreichischen Dachverband für Shiatsu das Diplom erlangt. Ausbildungsinhalte sind etwa allgemeine Theorie, spezielle Shiatsu-Theorie, Anatomie, Physiologie, Kontraindikationen, Hygiene, Erste Hilfe, Behandlungsaufbau, ?
- In Deutschland stellt die GSD (Gesellschaft für Shiatsu in Deutschland) die Qualitätsstandards für die Ausbildung sicher. Auch hier erstreckt sich die Ausbildungsdauer auf rund drei Jahre.
- In der Schweiz besteht für Shiatsu-Therapeut:innen die Möglichkeit, zusätzlich ein eidgenössisches Diplom in Komplementärtherapie zu erwerben.
Wie steht die evidenzbasierte Medizin zu Shiatsu?
Die evidenzbasierte Medizin steht Shiatsu nach wie vor kritisch gegenüber, doch die weltweite Anerkennung steigt. Zahlreiche globale Studien legen eine Wirksamkeit der Methode nahe.
Mit welchen Kosten ist zu rechnen?
Je nach Standort kann eine Shiatsu-Behandlung zwischen 65 und 120 Euro kosten.
Werden die Kosten von der Krankenversicherung übernommen?
Grundsätzlich wird Shiatsu nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung bezahlt. In Österreich kann der Gesundheitshunderter der SVS beim Shiatsupraktiker eingelöst werden. Manche Zusatzversicherungen refundieren einen Teil der Kosten. In Deutschland geben manche Krankenkassen Zuschüsse, sofern die Behandlung ärztlich empfohlen wurde.
Wechselweise.net sprach mit der österreichischen Shiatsu-Praktikerin Aloisia Derin.
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