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Schlaf

Schnarchen: Warum es ab 50 schlimmer wird, was hilft

Schnarchen ist Männersache. Oder doch nicht? Warum schnarchen Frauen meist erst ab den Wechseljahren? Und warum schnarchen wir überhaupt?

Wer will schon auf der Couch schlafen? Vielen bleibt die nächtliche Übersiedlung ins Wohnzimmer aber nicht erspart. Sie wandern aus, weil sie vom Sägewerk neben ihnen geweckt wurden und nicht mehr einschlafen können. In jungen Jahren, schnarchen nur fünf Prozent der Frauen und zehn Prozent der Männer. Aber ab dem Alter von 50 Jahren steigt die Zahl der Schnarcher:innen deutlich an. Immerhin die Hälfte aller Frauen durchsägt dann die Nachtruhe, bei Männern sind es sogar etwas mehr.

Wie entstehen die Schnarchgeräusche?

Der Bereich zwischen dem weichen Gaumen und dem Kehlkopf besteht aus Muskeln. Im Schlaf erschlafft diese Muskulatur. Und vor allem in Rückenlage kann die Zunge zurückfallen und die Atemwege verengen. Die Atemluft muss mit höherem Druck angesaugt werden. Der Gaumensegel und das Zäpfchen beginnen dadurch zu vibrieren. Und das erzeugt eben das unliebsame Geräusch.

Die meisten Schnarcher:innen schnarchen übrigens in einem Bereich von 20-30 Dezibel. In Schnarchlaboren wurden aber auch schon Werte von 80-90 Dezibel gemessen – das entspricht der Lautstärke eines Rasenmähers.

Was die Tendenz zum Schnarchen erhöht

  • Anatomische Ursachen wie eine große Zunge, vergrößerte Mandeln oder ein verlängertes Zäpfchen.
  • Bei Übergewicht kann es auch im Mund- und Rachenraum zu Fettablagerungen kommen, die die Atemwege verengen.
  • Mit steigendem Alter lässt die Muskelspannung nach – auch im Mund- und Rachenraum.
  • Eine Erkältung verursacht Schleim und Schwellungen, die die Atemwege verengen.
  • Alkohol sorgt für eine Entspannung der Muskulatur – auch im Rachenraum.
  • Rauchen reizt die Schleimhäute, die dann anschwellen und den Rachenraum verengen.

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Bei Frauen kann auch die Veränderung des Hormonspiegels in den Wechseljahren das Schnarchen begünstigen. Östrogen hat Einfluss auf den Serotoninspiegel. Je höher der Östrogenspiegel, desto höher ist auch die Serotoninkonzentration. Der Botenstoff Serotonin steuert die Muskeltätigkeit und verhindert ein Erschlaffen des Gewebes. Sinkt der Östrogenspiegel, ist auch weniger Serotonin vorhanden. In der Nacht sind dadurch auch die Weichteile im Rachenraum schlaffer und können leichter in sich zusammenfallen.

Kann Schnarchen gefährlich sein?

Wenn die Partnerin oder der Partner nicht durch das nächtliche Geräusch gestört wird und es sich nur um einfaches (primäres) Schnarchen handelt, ist es nicht gesundheitsgefährdend.

Von sekundärem Schnarchen spricht man, wenn die Geräusche sehr laut und unregelmäßig sind. Dabei handelt es sich um eine ernst zu nehmende Erkrankung. Rund fünf Prozent der Schnarcher sind davon betroffen.

Hat der/die Schnarcher:in dabei auch Atemaussetzer – dabei setzt die Atmung für ein paar Sekunden oder sogar minutenlang aus – wird es gefährlich. Bei mehr als zehn Atemaussetzern in der Stunde spricht man von einem obstruktiven Schlafapnoesyndrom (OSAS).

Schlafapnoe begünstigt

  • Herz-/Kreislauferkrankungen. Die Sauerstoffunterversorgung des Gehirns kann zu Problemen mit dem Herz-/Kreislaufsystem führen. Es besteht erhöhtes Risiko eines Herzinfarktes oder eines Schlaganfalls.
  • Das Risiko an Diabetes zu erkranken steigt ebenfalls. Aufgrund der Atemaussetzer werden Stresshormone ausgeschüttet, der Blutdruck erhöht und die Insulinproduktion gehemmt.
  • Tagesmüdigkeit. Betroffene fühlen sich in der Früh unausgeschlafen. Die Müdigkeit kann zu Konzentrationsschwäche führen.
  • Sexuelle Lustlosigkeit. Sowohl bei Männern als auch bei Frauen.

Abklärung im Schlaflabor

Wer Schlafapnoe oder Symptome für sekundäres Schnarchen an sich beobachtet, sollte das unbedingt ärztlich abklären lassen. Nach einer Befragung und einem Check der Atemwege, wird der oder die HNO-Ärzt:in eine Überweisung in ein Schlaflabor ausstellen.

Im Schlaflabor messen Sensoren, die an verschiedenen Körperstellen angebracht werden, während des Schlafens die Atemfunktion, den Herzschlag, die Gehirnaktivitäten und den Sauerstoffgehalt im Blut. Aus den Daten erstellen die Schlafmediziner ein Schlafprotokoll, das über die Qualität der Schlafphasen und über die Dauer und Anzahl der Atemaussetzer Auskunft gibt.

Welche Hilfsmittel gegen Schnarchen gibt es?

  • Eine Schnarchschiene schiebt den Unterkiefer leicht nach vorne und öffnet so die Atemwege.
  • Eine Schnarchspange stabilisiert das Gaumensegel und hält den Rachenraum mechanisch offen.
  • Ein Nasendilatator spreizt die Nasenflügel und verbessert die Nasenatmung.
  • Stents sind kleine Röhrchen, die in die Nase eingeführt werden und ebenfalls die Nasenatmung verbessern.
  • Ein Schnarch-Rucksack oder ein Schnarch-Shirt haben am Rücken eine mit Schaumstoff oder Luftpolstern gefüllte Tasche. Diese verhindern, dass das man sich nachts auf den Rücken dreht.
  • Elektrostimulationsgeräte besitzen Lagesensoren und vibrieren, sobald man sich auf den Rücken dreht
  • Atemmaske. Sie wird vor allem bei Schlafapnoe eingesetzt, um Atemaussetzer zu verhindern.
  • Operativer Eingriff. In manchen Fällen hilft nur eine Operation, um das Schnarchen zu stoppen. Dabei wird Gewebe am Zäpfchen oder an den Gaumenbögen entfernt.

Was hilft vorbeugend gegen Schnarchen?

  • Geregelte Mahlzeiten. Am Abend nicht zu spät essen!
  • Viel trinken ist wichtig, aber nicht am Abend. Denn Wasser lässt das Gewebe anschwellen. Das fördert das Schnarchen.
  • Keine Schlafmittel. Beruhigungs- und Schlafmittel entspannen die Muskulatur der Atemwege zusätzlich.
  • Rückenlage verhindern: In der Rückenlage fallen Zunge und Unterkiefer zurück. Beim Schlafen auf dem Bauch oder der Seite passiert die nicht.
  • Stärkung der Rachenmuskulatur: Das Spielen eines Blasinstruments stärkt die Rachenmuskulatur.
  • Allergien behandeln: Eine verstopfte Nase zwingt uns, durch den Mund zu atmen. Allergien sollten daher auch behandelt werden.


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