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Hormone

Pflanzliche, bioidentische, synthetische Hormone: Wo sind die Unterschiede?

Hormone können bei Beschwerden in den Wechseljahren sinnvoll sein. Welche wann und wie helfen können und wie du die richtigen Substanzen auswählst.

Phytoöstrogene ("pflanzliche Hormone")

Bei milden Wechseljahrsymptomen können „pflanzliche Hormone“ helfen. Bekannt sind vor allem die so genannten SERM. SERM steht für  „Selektiver Estrogen-Rezeptor-Modulator“ und bezeichnet eine Gruppe hormonähnlicher Substanzen, die östrogenähnlich sind. Ihre Wirkung ist deutlich schwächer als Östrogen. Sie können aber leichte bis mittlere Wechseljahrsymptome lindern. „Selektiv“ bedeutet dabei, dass diese Wirkstoffe nur an Östrogenrezeptoren „andocken“.

Die wichtigste Gruppe dieser Pflanzenhormone sind die Phytoöstrogene („phyto“ – pflanzlich, „Östrogen“ – eines der beiden wichtigsten weiblichen Geschlechtshormone).

Phytoöstrogene sind chemisch ähnlich aufgebaut wie das weibliche Sexualhormon Östrogen. Sie binden im Körper an dieselben Rezeptoren wie körpereigene Hormone. Das bedeutet, sie besetzen jene Stellen, an denen sonst Östrogene andocken. Allerdings weisen Phytoöstrogene eine wesentlich schwächere Wirkung auf, als jene Präparate, die in der medikamentösen Hormonersatztherapie angewendet werden.

Phytoöstrogene werden in den verschiedensten Formen, wie Cremes, Kapseln, Zäpfchen etc. angeboten. Viele der phytoöstrogenen Substanzen sind rezeptfrei erhältlich. Dennoch solltest u vor dem Beginn einer pflanzlichen Hormontherapie unbedingt mit deiner Gynäkologin sprechen. Sie kann deine Beschwerden mit dir gemeinsam einschätzen und die richtige Kombination von Substanzen für dich zusammenstellen.

Zu den wichtigsten Phytoöstrogenen zählen:

  • Traubensilberkerze
  • Ginseng
  • Nachtkerzenöl
  • Soja-Isoflavone
  • Rotklee

Bioidentische Hormone

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Bioidentische Hormone tragen diesen Namen nicht etwa weil sie auf biologische Weise oder aus Pflanzen hergestellt sind. Der Name „bioident“ bedeutet lediglich, dass Medikamente wie Östrogen und Progesteron so hergestellt werden, dass sie exakt jenen Hormonen entsprechen, die dein Körper bis zum Beginn der Wechseljahre selbst hergestellt hat.

„Künstliche“ Hormone, wie sie etwa in der Pille enthalten sind, entsprechen nicht exakt den vom eigenen Organismus hergestellten Hormonen. Das ist auch sinnvoll, da sie (wie etwa in hormonellen Verhütungsmitteln) eine andere Wirkung auf den Körper haben sollen, als Hormone, die zur Therapie von Wechseljahrbeschwerden verordnet werden. Zur Therapie von Wechseljahrbeschwerden sollten im besten Falle immer bioidentische Hormone zur Anwendung kommen, die – nach einer ausführlichen Analyse und Blutuntersuchung speziell an deine Beschwerden angepasst werden.

Ein wichtiges Schlagwort, das zur Zeit vor allem in den Medien kursiert, ist das Thema „Compound-Hormone-Therapy.“ Dieser Begriff meint, dass sämtliche Gegebenheiten einer Frau (z. B. Genetik, Körperbau, Erkrankungen, Allergien etc.) zur Individualisierung der Hormonersatztherapie miteinbezogen werden. Eine Compound-Hormontherapie wird von der wissenschaftlichen Community derzeit eher kritisch gesehen, weil dazu noch nicht genügend Studiendaten vorhanden sind. 

WICHTIG: Eine Hormonersatztherapie sollte immer unter Anleitung einer Frauenärztin/eines Frauenarztes eingeleitet werden. 

Synthetische Hormone

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Synthetische Hormone werden zur Behandlung von Wechseljahrbeschwerden idealerweise nicht eingesetzt. Sie sind keine körpereigenen, also bioidentischen Hormone, sondern hormonähnliche Substanzen. Ihren Einsatz finden diese Präparate beispielsweise in hormonellen Verhütungsmitteln und ähneln zwar dem natürlichen Progesteron, entfalten aber eine gegensätzliche Wirkung (Verhütung einer Schwangerschaft).

Fazit

Keine Frau muss ihre Menopause klaglos ertragen. Mittlerweile steht eine große Gruppe von Substanzen zur Verfügung, mit denen gezielt Wechseljahrbeschwerden behandelt werden können. Das Spektrum reicht dabei von diversen pflanzlichen, hormonähnlichen Substanzen bis hin zu bioidentischen Hormonen. Um die richtige Therapie auszuwählen, wird Ihre Ärztin/Ihr Arzt eine Blutanalyse durchführen und mit Ihnen genau besprechen, welche Beschwerden wie therapiert werden sollen.

Befragte Expert*innen:

Univ.-Prof. Dr. Doris Maria Gruber, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe (https://frauenaerztin-gruber.at/)

Dr. Christian Matthai, Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe (www.matthai.at)

Weiterlesen: Wann eine Hormonersatztherapie bei Wechselbeschwerden sinnvoll ist

Weiterlesen: Menopause, Hormone und ihre Bedeutung für die Regulationssysteme im Körper

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